Mo, 11. Dezember 2017

Kollege überlebte

03.06.2017 16:23

Südtiroler (32) kam am Glockner in Lawine um

Von einer Lawine erfasst und getötet worden ist Samstagfrüh ein Bergsteiger aus Südtirol. Er wollte über die "Aschenbrenner-Route" auf den Großglockner. Sein Freund überlebte den Lawinenabgang und konnte in einer gefährlichen Aktion geborgen werden.

In der Nacht zum Samstag hatte es geregnet, deshalb war der Schnee schwer. "Solche Lawinen sind sehr gefährlich", erklärt der Alpinpolizist und Flugretter Horst Wohlgemuth. Das ist dem Südtiroler zum Verhängnis geworden. Er hatte mit seinem Freund durch die Nordwand zum Gipfel wollen; sie brachen um vier Uhr früh auf.

Um 5 Uhr trafen sie weitere vier Südtiroler, die jedoch umkehrten, weil ihnen der Aufstieg zu gefährlich erschien. Gegen 6.30 Uhr beobachtete die Vierergruppe dann den Abgang einer Lawine in der Rinne und schlug Alarm. Dort war der 32-Jährige von einem Schneebrett erfasst und mitgerissen worden. Nach mehreren hundert Metern blieb er erst im Glocknerauslauf liegen. Wohlgemuth: "Sein Freund überlebte nur, weil die beiden nicht an einem Seil gegangen sind."

Der Polizeihelikopter barg den Toten; Rettungshubschrauber C7 brachte den überlebenden Freund in Sicherheit: "Die Bergungen waren gefährlich; es gingen mehrere Lawinen ab." Als Vorsichtsmaßnahme wurden auch die anderen vier Südtiroler ins Tal geflogen.

Serina Babka, Kärntner Krone

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