Mo, 18. Dezember 2017

Experte warnt

03.06.2017 12:43

Urlaub: Immer mehr arbeiten im Liegestuhl

Viele Tiroler nutzen das Pfingstwochenende für einen Kurzurlaub im sonnigen Süden. Für immer mehr sind aber nicht nur die Badesachen, sondern auch Handy und Laptop ständige Begleiter. Anstelle sich vom Arbeitsalltag zu erholen, arbeiten sie auch im Liegestuhl munter weiter. Die Entspannung bleibt dabei auf der Strecke.

Das verlängerte Wochenende eignet sich perfekt für einen Kurztrip, wie etwa nach Italien. Doch viele können oder wollen Sonne, Strand und Meer einfach nicht genießen - sie nehmen ihre Arbeit kurzerhand mit in den Urlaub. Es werden "wichtige" E-Mails gelesen, noch rasch Kunden angerufen und Sprachnachrichten auf dem Handy abgehört.

Negative Auswirkungen auf Körper und Geist

"Ein Verhalten, das sehr schlechte Auswirkungen auf den Körper und Geist hat", warnt Harald Meller, ärztlicher Leiter der Rehabilitationssätte Sonnenpark Lans und ergänzt: "Betroffene Tiroler funktionieren in diesen Situationen zwar, doch sie spüren sich nicht mehr und vergessen, dass sie auch Zeit für sich selbst benötigen." Das bedeutet, dass sie auch weiterhin im Arbeitsmodus bleiben und der angestaute Stress nicht abgebaut werden kann. "Im Urlaub brauchen wir zunächst rund sieben Tage, bis wir überhaupt ankommen. Erst dann beginnt der Körper, sich zu erholen und dabei sollten wir ihn auch keineswegs stören", erklärt der Experte.

E-Mails sollten nicht umgeleitet werden

Und wie kann man dieser Versuchung erfolgreich entgegensteuern? Meller hat dafür einige Ratschläge parat: "Man sollte im E-Mail-Programm unbedingt eine Abwesenheitsnotiz anlegen und sich auch die E-Mails nicht auf das Handy weiterleiten lassen. Wenn ich sie erst gar nicht erhalte, komme ich auch nicht in Versuchung, sie zu lesen. Außerdem sollten Firmenhandy, Laptop, I-Pad und Co. zu Hause gelassen oder zumindest im Safe des Hotelzimmers gut verstaut werden."

Klare Ansage auf der Mobilbox

Ein weiterer Tipp des Experten ist, die Mobilbox vor Antritt der Reise zu besprechen. "Und zwar mit einem Text, der den Anrufern ganz klar vermittelt, dass man für einen bestimmten Zeitraum nicht erreichbar ist. Ruft dennoch ein Kunde an, soll man stark bleiben und den Anruf nicht entgegennehmen. Rein aus beruflicher Sicht gibt es nämlich keinen Grund dazu", sagt Meller.

Jasmin Steiner, Kronen Zeitung

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