Mo, 18. Dezember 2017

Silo in Vollbrand

03.06.2017 11:50

Drei Männer durch Stichflamme verletzt

Durch eine Stichflamme aus einem Silo einer Firma im oberösterreichischen Altenhof am Hausruck sind am Freitag drei Menschen verletzt worden. Zunächst hatte sich ein Glimmbrand in einem Heizungsrohr entfacht. Als der Silo entleert wurde, kam es zu einer Verpuffung samt Stichflamme. Zwei Feuerwehrmänner im Alter von 63 und 56 Jahren sowie ein 42-jähriger Mitarbeiter der Firma erlitten Verbrennungen.

Freitagfrüh um 7 Uhr hatte es in der Hausruckgemeinde Feueralarm gegeben. Fünf angerückte Feuerwehren forderten bald Verstärkung an, sechs weitere Wehren fuhren zum Einsatzort in einer Tischlerei. Dort waren Hobelspäne in einem Silo in Brand geraten.

Man schien den Brand soweit unter Kontrolle zu haben. "Doch um etwa 11 Uhr hat es plötzlich im Saugwagen, mit dem wir den Silo entleeren wollten, eine Verpuffung gegeben und eine Rückzündung durch den Saugschlauch zum Silo", berichtet Abschnittsfeuerwehrkommandant und Einsatzleiter Franz Oberndorfer von der FF Gaspoltshofen.

Verbrennungen an Händen und im Gesicht erlitten
Die Stichflamme traf zwei Feuerwehrleute der FF Affnang und der FF Altenhof am Hausruck, die den Saugschlauch bedienten, sowie den Fahrer des Saugwagens. Alle drei erlitten Verbrennungen im Gesicht und an den Händen. Sofort rückten weitere Rettungsfahrzeuge sowie zwei Notarzthubschrauber an.

Nach der Erstversorgung wurden zwei Opfer mit je einem Helikopter ins Klinikum Bogenhausen nach Bayern geflogen, ein verletzter Feuerwehrmann wurde mit dem Rettungswagen ins Klinikum Wels gebracht.

"Einem Feuerwehrkollegen geht es bereits besser"
"Der Feuerwehrkollege von Altenhof hat schon angerufen, dass es ihm bereits besser geht und dass er am Samstag schon wieder heim darf. Der Kollege von Affnang wurde in die Münchner Klinik gebracht. Wie es ihm und dem Saugwagenchauffeur geht, weiß ich noch nicht", so Oberndorfer am Freitagnachmittag.

Um den Silo ausräumen zu können, wurde er nach dem Feuerball-Zwischenfall aufgeschnitten, die Späne wurden dann mit einem Bagger ins Freie geschaufelt.

Johann Haginger, Kronen Zeitung

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