Fr, 15. Dezember 2017

Ware nie geliefert

02.06.2017 10:30

Polizei gelingt Schlag gegen Fake-Shop-Betreiber

Beamten der Zentralstelle Cybercrime Bayern sowie der Kriminalpolizeiinspektion Fürstenfeldbruck ist ein Schlag gegen die Betreiber sogenannter Fake-Shops im Internet gelungen. Bei Razzien wurden drei Personen festgenommen, ihnen drohten wegen des gewerbs- und bandenmäßigen Betrugs Freiheitsstrafen von mindestens einem Jahr, wie die Staatsanwaltschaft Bamberg mitteilte.

Die Beschuldigten werden verdächtigt, mindestens 75 Fake-Shops im Internet eröffnet zu haben. Sie sollen auf professionell gestalteten Internetseiten überwiegend hochwertige Konsumgüter angeboten haben. Jeweils in dem Glauben an seriöse Kaufangebote bestellten die Geschädigten die angebotenen Gegenstände und überwiesen den verlangten Kaufpreis, ohne jedoch tatsächlich Waren zu erhalten.

Im Rahmen der Ermittlungen wurden rund 100 falsche Personen- und Adressdaten bekannt, die von den Beschuldigten für den Betrieb der "Fake-Shops" sowie für eigene betrügerische Bestellungen im Internet verwendet worden sein sollen. Hinzu kommen 47 Bankkonten, die unter falschen Personalien eröffnet wurden. Bei den Durchsuchungen konnte zudem eine Vielzahl gefälschter Ausweisdokumente sichergestellt werden.

Die Fake-Shops wurden inzwischen vom Netz genommen. Die Polizei konnte bislang 500 Geschädigte ermitteln, 400 davon haben ihren Wohnsitz in Deutschland. Die Schadenssumme liegt nach derzeitigem Ermittlungsstand bei mindestens 220.000 Euro.

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