So, 22. Oktober 2017

Was bewegt

02.06.2017 09:40

Ja zu Obus, Bettelverbot, Grün und Garagen

Klare Mehrheiten bei vier von sechs Themenkreisen.

Viele Vorschläge und Ideen aus den Stadtvierteln.

Sechs Spitzenpolitiker aus der Stadt und einer aus dem Land: Bernhard Auinger (SPÖ), Harald Preuner (ÖVP), Ingeborg Haller (Bürgerliste), Sebastian Huber (NEOS), Andreas Reindl (FPÖ) Christoph Ferch (SALZ) und Verkehrslandesrat Hans Mayr (SBG) stellten sich den Fragen und Antworten, die direkt aus dem Publikum schossen: Öffis, Tempo 80 und das Bettelverbot waren die Aufreger - so unterschiedlich die Positionen auch sind - aber erstaunlicherweise auch vieles gemeinsam haben. Auinger glaubt daran: "Zeit, dass sich was dreht - und weniger steht", meinte der Bürgermeisterkandidat und verteidigte die Pendlermaßnahmen, die ab 2018 in der Stadt umgesetzt werden.

"Es geht nur gemeinsam", konterte Preuner, "die Pendler dürfen nicht bestraft werden, nur weil sie zur Arbeit fahren." Haller ließ die Ausreden auf die Salzburg AG als Verkehrsanbieter nicht gelten: "Viele Politiker sitzen im Aufsichtsrat, man kann handeln und das Angebot bei den Öffis verstärken und die Tickets flexibler gestalten."

Reindl wurde da kritischer: "Man kann nicht zuerst den zweiten Schritt machen, wenn man den ersten noch nicht gemacht hat. Aber genau das passiert gerade mit der Pendlerpauschale." Huber: "Andere Städte geben viel mehr Geld für den öffentlichen Verkehr aus, und siehe da, es funktioniert. Und Ferch meinte: "Stärkt den öffentlichen Verkehr. Alles andere ist eine Frotzelei gegenüber den Pendlern."

Einer, der die Fäden in der Hand hat und auch bemüht ist, ist Landesrat Mayr: "Vieles ist erneuert worden oder wird gerade umgesetzt, wir kämpfen um die Erweiterungen ins Umland und um bessere Takte. Aber oft bremst die Salzburg AG."

Ein guter Input kam von Zuschauerin Verena Haseke: "Unterstützt doch Fahrgemeinschaften, macht eine App und bringt die Leute zueinander." Die klare Meinung: O-Busse über die Stadtgrenzen können das Stauproblem lindern, auch wenn es was kostet. Applaus da, Protest dort.

Beim Bettelverbot gingen die Wogen hoch, bis auf NEOS und Bürgerliste hielten alle die strengen Maßnahmen gegen das organisierte Betteln hoch. Salzburg kann eben nicht die sozialen Probleme von Rumänien lösen. Das Thema ließ keinen kalt, Vertreter vom Roma-Verein Phurdo warben um Verständnis und Unterstützung.

Bei Tempo 80 waren die Fronten bis auf die Bürgerliste klar, Umweltschutz hin oder her, es bringt nichts. Außerdem sind die Lkw viel zu gefährlich.

Fazit am Ende: Geteilte Meinungen, viel Gesprächsstoff und die Erkenntnis, dass Politik die Menschen beschäftigt und nicht egal ist.

Kronen Zeitung

Das könnte Sie auch interessieren
Kommentar schreiben

Sie haben einen themenrelevanten Kommentar? Dann schreiben Sie hier Ihr Storyposting! Sie möchten mit anderen Usern Meinungen austauschen oder länger über ein Thema oder eine Story diskutieren? Dafür steht Ihnen jederzeit unser krone.at-Forum, eines der größten Internetforen Österreichs, zur Verfügung. Sowohl im Forum als auch bei Storypostings bitten wir Sie, unsere AGB und die Netiquette einzuhalten!
Diese Kommentarfunktion wird prä-moderiert. Eingehende Beiträge werden zunächst geprüft und anschließend veröffentlicht.

Kommentar schreiben
500 Zeichen frei
Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).