Mo, 11. Dezember 2017

Abgasskandal

01.06.2017 20:10

Auch Audi hat illegale Software verwendet

Auch die Volkswagen-Tochter Audi hat nach den Worten des deutschen Verkehrsministers Alexander Dobrindt unzulässige Abgas-Software verwendet. Die Software habe bewirkt, dass erkannt wurde, wenn das Auto auf einem Prüfstand war - dann wurden die Abgas-Reinigungssysteme angeschaltet. Es seien rund 24.000 Fahrzeuge betroffen, sagte der CSU-Politiker am Donnerstag in Berlin.

Am Mittwoch seien Auffälligkeiten bei den Modellen Audi A8 und A7 mit V6- und V8-Dieselmotoren bekannt geworden. Die betroffenen Fahrzeuge seien zwischen 2009 und 2013 gebaut worden. "Es handelt sich um eine sogenannte Lenkwinkel-Erkennung", so Dobrindt. Die Abschalteinrichtung nehme wahr, wenn das Fahrzeug im Prüfstand stehe: Sobald das Lenkrad mehr als 15 Grad eingeschlagen werde, erhöhe sich der Ausstoß von gesundheitsschädigendem Stickoxid (NOx).

Dobrindt erwartet sich Lösungsvorschläge
"Klar ist, dass die Fahrzeuge nicht in dem Zustand bleiben können - und deshalb auch der verpflichtende Rückruf", erklärte Dobrindt. Das Verkehrsministerium erwarte vom VW-Konzern Lösungsvorschläge, wie "im Rahmen des Rückrufs auch eine Umrüstung stattfinden kann". Er habe diesbezüglich bereits mit VW-Chef Matthias Müller gesprochen.

Audi und VW hatten bereits in einem milliardenschweren Vergleich mit dem US-Justizministerium zugegeben, dass sie in den Vereinigten Staaten rund 83.000 Autos mit Audi-Dieselmotoren und einer dort illegalen Software verkauft hatten, die niedrigere Abgaswerte angibt. Die Diesel-Verfahren hatten Audi im vergangenen Jahr 1,86 Milliarden Euro gekostet.

Elf Millionen Fahrzeuge der VW-Gruppe betroffen
Im Abgasskandal geht es um weltweit rund elf Millionen betroffene Fahrzeuge der VW-Gruppe. Darunter sind auch Wagen etwa von Audi, Skoda und Seat. In Deutschland gibt es rund 2,6 Millionen Autofahrer mit einem manipulierten Diesel des Konzerns, davon sind inzwischen knapp 1,75 Millionen Fahrzeuge umgerüstet.

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