Sa, 16. Dezember 2017

OÖ. Medien-Studie

01.06.2017 16:15

Freunde sind wichtiger als Internet

Die 5. oö. Jugend-Medien-Studie zeigt, wie Junge ihr Verhalten verändern. Klassisches Fernsehen wird verdrängt, Smartphones werden als Alleskönner eingesetzt. Überraschend: Freunde real zu treffen, liegt bei Oberösterreichs Jugend noch immer an erster Stelle, auch echte Bücher stehen nach wie vor hoch im Kurs.

Jedes Jahr führt die Education Group mit dem market-Institut ein Forschungsprojekt zum Medienverhalten der Kinder und Jugendlichen durch. Die wichtigsten Ergebnisse der 5. Studie:

Fernsehen: Die Bedeutung des TV-Gerätes nimmt ab. 2008 konnten noch 62 Prozent der Jugendlichen nicht darauf verzichten, jetzt sind es nur noch 31 Prozent. Dafür boomen Streaming-Dienste wie Netflix und Amazon sowie YouTube.
Smartphones: Am liebsten wird damit gechattet (76%), gefolgt von Musik hören (69 Prozent), Fotos machen und YouTube schauen (jeweils 68 Prozent) sowie im Internet surfen und telefonieren (jeweils 63 Prozent).
Schul-Kompetenz: Setzten im Jahr 2013 nur 9 Prozent der Pädagogen neue Medien im Unterricht ein, verwenden jetzt schon rund 50 Prozent Tablets.
Freizeitgestaltung: Die Freizeitgestaltung der oberösterreichischen Jugendlichen zwischen 11 und 18 Jahren dreht sich vor allem um Freunde - da liegt das reale Treffen mit 80 Prozent vor der Kommunikation via WhatsApp oder Facebook (73 Prozent).
Lesefreude: 69 Prozent der Mädchen, aber nur 43 Prozent der Burschen lesen gerne - und zwar Bücher in gedruckter Form. eBooks nützen nur 27 Prozent.
Smartphonenutzung: Im Schnitt verbringen Jugendliche pro Tag 74 Minuten für Smartphonespiele, 94 Minuten zum Onlinesurfen.

Johann Haginger, Kronen-Zeitung

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