Mi, 13. Dezember 2017

Neben Mülltonnen

01.06.2017 10:49

Koffer mit 30 Kilo Centmünzen in Salzburg gefunden

30 Kilogramm Eurocent-Münzen in einem schwarzen Reisekoffer neben Mülltonnen - diesen recht außergewöhnlichen Fund hat eine 66-jährige Spaziergängerin in der Stadt Salzburg gemacht. Die Polizei schleppte die Kupfermünzen im Wert von nicht einmal 200 Euro zum Fundamt, vom Besitzer fehlt bisher jede Spur …

Die Frau habe am 2. Mai um 14.50 Uhr den Trolley in der Franz-Josef-Straße gefunden, erklärte Polizeisprecherin Eva Wenzl: "In dem Koffer befanden sich hauptsächlich Ein-Cent-, Zwei-Cent- und Fünf-Cent-Kupfermünzen."

Möglicherweise Bettelgeld
Der Koffer stand in der Nähe der Nationalbank. Diese Zweigstelle ist aber bereits seit einigen Monaten geschlossen. Wie nun der Trolley dorthin kam, wem die Münzen gehören und warum sie nicht in einem Geldinstitut in Scheine umgetauscht worden sind, gibt Rätsel auf. Die Polizei vermutet, dass es sich möglicherweise um Bettelgeld handeln könnte. Derzeit werde nicht davon ausgegangen, dass der Fund aus einer Straftat stammt, sagte Wenzl.

Eine Zivilstreife trug das schwere Münzgeld zum Magistrat Salzburg, dem zuständigen Fundamt. "Auch für diese Cent-Münzen gilt, dass der Verlustträger wissen muss, wo und wann er die Sache verloren hat, wie viele Münzen sich etwa in der Tasche befanden und wie die Tasche aussah", sagte Fundamtsleiter Franz Schefbaumer gegenüber dem ORF.

"So etwas bekommen wir nicht alle Tage"
Die Münzen wurden mittlerweile vom Fundamt in Scheine umgetauscht. Der Eigentümer hat nun ein Jahr lang Zeit, sich zu melden. Ansonsten könnte die Finderin das Geld bekommen. "Sie hat noch keinen Anspruch darauf erhoben, könnte das aber noch machen", sagte Schefbaumer.

Falls sich der Besitzer der Münzen nicht meldet und die Salzburgerin darauf verzichtet, werde die Stadt das Geld für einen gemeinnützigen Zweck verwenden, so der Fundamtsleiter. Es handle sich jedenfalls um einen auffälligen Fund, "so etwas bekommen wir nicht alle Tage". Dass Münzen in einer so großen Menge abgegeben wurden, sei bisher ohnehin noch nicht vorgekommen.

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Redaktion
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