Sa, 16. Dezember 2017

"Krone"-Interview

01.06.2017 07:18

Markus Schupp: So tickt St. Pöltens Neo-Sportchef!

Christopher Drazan und Ümit Korkmaz sind die Abgänge Nummer sechs und sieben in St. Pölten, dafür verlängerte Markus Schupp am Mittwoch mit Kapitän Michael Ambichl (zwei Jahre) und Trainer Jochen Fallmann (ein Jahr), fixierte Rohdiamant Damir Mehmedovic von BW Linz - viel Stoff am erst zweiten Arbeitstag des neuen Sportdirektors. Zeit für einen Kaffee mit der "Krone" hatte der 51-Jährige trotzdem …

"Krone": Herr Schupp, Sie gelten als umgänglicher Mensch - wie ticken Sie wirklich?
Markus Schupp: Das sollen eher andere beurteilen. Ich selbst sehe mich nicht als autoritär, versuche, über Kommunikation Lösungen zu finden, bin immer ganz nahe dran an Trainerteam und Mannschaft.

"Krone": Sie verhandelten zwei Mal mit Rapid, den Vorzug erhielten aber Andreas Müller und Fredy Bickel. Warum?
Schupp: Unterm Strich wurde mir erklärt, dass ein Sportdirektor mit internationaler Erfahrung gesucht wurde. Ich denke, das hätte man vor den Gesprächen auch schon wissen müssen …

"Krone": Nach zehn Jahren als Trainer bei Burghausen und Karlsruhe, Assistent von Huub Stevens in Hamburg und Salzburg mutierten Sie in Aalen zum Sportdirektor. Ein Sinneswandel …
Schupp: Nach den vielen Erfahrungen verspürte ich, dass ich einen Verein als Gesamtpaket sportlich entwickeln und optimieren will. Eine richtige Entscheidung.

"Krone": Wie war die Arbeit in Aalen mit Trainer Ralph Hasenhüttl?
Schupp: Es hat mir imponiert, wie er die Spieler mit seinen Ansprachen fesseln konnte. Ein echt guter Typ.

"Krone": Kaiserslauterns Ex-Boss Stefan Kuntz meinte trotz einiger Differenzen, dass Sie viel Weitblick bei der Kaderplanung hätten …
Schupp: Wirklich? Freut mich. Ich denke, meine Quote ist ganz gut. Kevin Kampl etwa, die Hoffenheimer Kerem Demirbay und Benjamin Hübner, oder Amin Younes von Ajax haben mittlerweile einen Riesen-Marktwert.

"Krone": Zurück zum SKN, Fallmann bleibt Trainer, weil …
Schupp: …er seine ersten Spuren in der Bundesliga hinterließ, den Klassenerhalt schaffte. Zudem hat er Visionen - wie der ganze Verein. Und er ist ein St. Pöltner Junge!

"Krone": Was wird sich beim Kader ändern?
Schupp: Unser Ziel ist es - und das habe ich immer so gehandhabt - durch gutes Scouting das Risiko bei Transfers auf ein Minimum zu reduzieren.

Hannes Steiner, Kronen Zeitung

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