Sa, 16. Dezember 2017

Kultur

31.05.2017 17:20

Spacige Klangkörper

Ein visueller Aufmarsch virtueller Klangkörper kennzeichnen heuer erstmals das Jazzfestival Saalfelden bei dessen 38. Auflage: NNMA, PHNU, RRRG und ZOXX werden die utopisch anmutenden Maskottchen genannt, die eine zentrale Botschaft des Bemühens ist -man will und muss jüngere Publikumsschichten ansprechen.

Wer sich schon mit der Möglichkeit nicht humanoider Lebewesen auf anderen Planeten beschäftigt hat, dem kommen die "Jazz-Trailer" aus der molekularen Grafikküche der Agentur Rahofer nicht unbekannt vor - auf alle Fälle werden die spacigen Maskottchen dem Jazzfest in Ansätzen ein neues Image geben. "Wir sind auch darum bemüht, die europäisch-österreichische Szene mehr zu forcieren, nicht zuletzt, weil wir ja auch Subventionsempfänger sind", sagt Intendant Mario Steidl, inzwischen sowas wie eine Pinzgauer Jazz-Institution. Zu superben Preisen Topstars einzukaufen (Gesamtbudget 600.000€) ist nicht mehr so sehr die Ambition, "bei 36.000 Euro für einer Gruppe bin ich im Vorjahr ausgestiegen", sagt Steidl, der über jüngere Interpreten auch ebensolches Publikum heranziehen will.

"Auch ein eigenes Studententicket soll helfen", sagt TV-Chef Marco Pointner, der sich bei Sponsoren (Brau Union, Raiffeisen, ÖBB, Volvo und der genannten Kreativ-Agentur sowie Gönnern wie Land und Gemeinde bedankt. "Der Bund könnte etwas mehr auslassen", ist man mit Wien stets in Verhandlungen. Der namhafteste Akteur ist heuer Wolfgang Puschnig, der Generallinie der Stilmixtur von purem Jazz bis poppigem Jazzrock bleibt man treu; "weiter entwickelte Improvisationen", sagt Frontmann Mag. Steidl. Und bei 14.000 bis 16.000 Besuchern ist auch der regionale Fremdenverkehrsimpuls inklusive oft zitierter Umweg-rentabilität kein geringer. Studie dazu wurde bislang noch keine in Auftrag gegeben.

Roland Ruess, Kronen Zeitung

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