Do, 14. Dezember 2017

VKI-Test

31.05.2017 14:32

Notebook-Service: Kleine Ursache, große Rechnung

Notebook defekt, was tun? Der Verein für Konsumenteninformation hat elf Servicewerkstätten in Wien und Tirol getestet. Über die Art mancher Fehlerdiagnosen staunten die Verbraucherschützer dabei nicht schlecht - über die Bandbreite bei den Reparaturkosten ebenso.

Insgesamt elf gleichartige Notebooks der Marke Dell, Typ Latitude E6430-1994, hatten die Verbraucherschützer ins Rennen geschickt, um sieben PC-Reparaturwerkstätten in Wien und vier weitere in Tirol zu testen. Alle Geräte wiesen denselben simplen und laut VKI selbst für Laien mit freiem Auge erkennbaren Fehler auf: Der Stecker, der die Tastatur mit der Hauptplatine verbindet, damit diese "Saft" bekommt und die Tastatureingaben weiterleitet, wurde herausgezogen.

Die gute Nachricht vorweg: Repariert wurden die zum Service gebrachten Notebooks am Ende alle. Gebraucht haben die Anbieter dafür allerdings zwischen zehn Minuten und fünf Tagen. Berechnet wurden zwischen null Euro wie beim Testsieger techbold und 200 Euro bei der teuersten der getesteten Werkstätten. "Fasziniert waren wir vom Röntgenblick mancher Servicemitarbeiter, die - ohne das Notebook geöffnet zu haben - bereits die Fehlerursache diagnostiziert hatten und uns auf dieser Basis eine mündliche Kostenschätzung geben konnten", kommentiert der VKI die Ergebnisse.

Die Verbraucherschützer raten Konsumenten bei der Reparatur von Computern und Notebooks generell dazu, im Fall eines Fehlers der Werkstätte das Problem möglichst genau zu beschreiben und vor der Erteilung des Aufwands die Diagnosekosten zu erfragen. Denn oft sei bereits die Auffindung des Fehlers ein enormer Aufwand, den Servicewerkstätten in Rechnung stellten. Werde der Reparaturauftrag dann erteilt, sollte auf eine detaillierte Reparaturaufstellung bestanden werden, die den Aufwand veranschlagt und die verschiedenen Leistungsposten transparent ausweist.

 krone.at
Redaktion
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