Mo, 11. Dezember 2017

Skandal in Belgien

31.05.2017 12:41

Universität rät Studentinnen zu tiefem Auschnitt

Eine Universität in Belgien forderte Studentinnen auf, mit einem tiefen Ausschnitt zur Abschlussfeier zu erscheinen. Ein Facebook-Kommentar mit einem Auszug aus der E-Mail sorgte für so viel Empörung in sozialen Netzen wegen dieser sexistische Kleidervorschrift, dass sich die Hochschule schließlich öffentlich entschuldigte.

"Aus ästhetischer Sicht ist es besser, wenn junge Frauen Kleid oder Rock mit tiefen Ausschnitt tragen" - so der Wortlaut in der eMail, die an die Medizin-Absolventen ging. Auch der Zusatz "Natürlich ist dieser Rat nicht verpflichtend" konnte die Universität nicht vor dem darauffolgenden Shitstorm retten.

Ein Screenshot mit der anstößigen Textpassage wurde mit dem Hinweis "ein kleiner Skandal" auf der Facebook-Seite "ULB Confessions" geteilt, die sonst eher für heitere Inhalte sorgt. Das Posting wurde anschließend Hunderte Male kommentiert und geteilt.

Universität entschuldigt sich für den Vorfall
Als schließlich ein Medienecho n Form eines Berichts in eienr Pariser Zeitung folgte, entschuldigte sich die Universität auf Facebook und Twitter. Der Dekan der medizinischen Fakultät, Marco Schetgen, gab laut BBC zu, dass es sich dabei um keinen Scherz gehandelt habe - er sei auch sehr schockiert gewesen, als er die Textpassage gelesen habe.

Kurioses Detail: Den Text habe vermutlich eine Frau verfasst, teilte der Dekan mit. Im Sekretariat würden nämlich nur Damen arbeiten.

Miriam Krammer
Miriam Krammer
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