So, 19. November 2017

Thema Sexualdelikte

31.05.2017 12:54

Wiens Polizeichef: „Täter tatsächlich einsperren!“

Auf den Tag genau ein Jahr nach der Novelle des Suchtmittelgesetzes hat Wiens Polizeipräsident Gerhard Pürstl am Mittwoch den krone.at-Newsroom besucht und im Live-Talk mit Moderator Gerhard Koller über die aktuellen Entwicklungen gesprochen. Durch die Novelle sei es für die Polizei nun deutlich leichter, Dealer in U-Haft zu nehmen. Aber auch bei Sexualdelikten sprach sich Pürstl für mehr Konsequenz aus: "Man muss die Täter tatsächlich einsperren!"

Drogenkriminalität gänzlich auszuschalten sei schlichtweg unmöglich, stellte der Polizeipräsident schnell klar. Dennoch habe sich die Situation seit der Gesetzesnovelle deutlich verbessert. So beurteilte Pürstl die Situation an berüchtigten Drogen-Hotspots wie dem Praterstern oder entlang der U6 als "relativ gut". Bahnhöfe seien aufgrund der guten Fluchtmöglichkeiten allerdings weiterhin ein großer Anziehungspunkt für Dealer und Drogensüchtige. Alleine am Praterstern patrouillieren täglich 20 bis 25 Polizisten. "Man muss ununterbrochen dahinter sein. Nachlassen darf man nie", weiß der Polizeipräsident.

Hartes Durchgreifen bei Sexualdelikten
Den Anstieg der Anzeigen wegen sexueller Belästigung, den die letzte Kriminalstatistik aufzeigte, bewertet Pürstl als nicht allzu besorgniserregend. So sei 2016 das Po-Grapschen strafrechtlich belangbar geworden, alleine dadurch habe sich die Zahl der Anzeigen vermutlich erhöht. Hartes und konsequentes Durchgreifen sei für ihn dennoch die Prämisse: "Man muss die Täter tatsächlich einsperren!"

"Dem Terrorismus den Riegel vorschieben"
In puncto Terrorgefahr bei Großveranstaltungen ist die Exekutive laut Pürstl gut aufgestellt. Bereits seit zwei Jahren werden spezielle Vorkehrungen getroffen, um die Besucher von Events wie dem Donauinselfest so gut wie möglich zu schützen. Außerdem strich der Polizeipräsident die "vielen Erfolge" hervor, die gerade im Kampf gegen Terrorismus und Dschihadismus eingefahren werden konnten. "Man muss dem Terrorismus einen Riegel vorschieben", erklärte Pürstl in diesem Zusammenhang.

Die geplante Videoüberwachung, die Innenminister Wolfgang Sobotka (ÖVP) mittels des neuen Sicherheitspolizeigesetzes durchsetzen will, sieht der Polizeipräsident übrigens durchaus positiv: "Mir sind alle Möglichkeiten recht, die die Polizei in ihrer Arbeit unterstützen."

Charlotte Sequard-Base
Redakteurin
Charlotte Sequard-Base
Das könnte Sie auch interessieren
Kommentar schreiben

Sie haben einen themenrelevanten Kommentar? Dann schreiben Sie hier Ihr Storyposting! Sie möchten mit anderen Usern Meinungen austauschen oder länger über ein Thema oder eine Story diskutieren? Dafür steht Ihnen jederzeit unser krone.at-Forum, eines der größten Internetforen Österreichs, zur Verfügung. Sowohl im Forum als auch bei Storypostings bitten wir Sie, unsere AGB und die Netiquette einzuhalten!
Diese Kommentarfunktion wird prä-moderiert. Eingehende Beiträge werden zunächst geprüft und anschließend veröffentlicht.

Kommentar schreiben
500 Zeichen frei
Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Für den Newsletter anmelden