Mi, 13. Dezember 2017

Schinkels gefeuert

31.05.2017 10:19

Gefeuert im Casino - Frenkies bittere Show

Nein, Paukenschlag ist es keiner, weil der Schritt seit Wochen spürbar war, in der Nacht auf Dienstag nur vollzogen wurde: Frenkie Schinkels ist als Sportdirektor des SKN St. Pölten Geschichte, die klubinterne Front gegen ihn wurde zu groß. Vom Rauswurf erfahren hat Schinkels im Casino. (Im Video oben Schinkels' bizarrer Auftritt bei der Pressekonferenz im Allianz Stadion.)

Das Bild hat irgendwie Symbolcharakter: Während Schinkels in bewährt pointenreichem Stil am Montagabend im Casino Velden die Fußball-Gala der "Kärntner Krone" moderierte, entschied die sogenannte Delegierten-Versammlung (Vorstand, strategische Partner) in St. Pölten über das Schicksal des 54-Jährigen. Nach vierstündiger Diskussion war der Rauswurf besiegelt, griff Generalmanager Andreas Blumauer zum Telefon und crashte Frenkies Casino-Show. "Es tut weh, aber anscheinend war ich einigen zu mächtig", erklärte Schinkels.

Entbehrliche Diskussion
Nur: Die Diskussion in St. Pölten war unterm Strich entbehrlich, Schinkels' Ablöse längst beschlossene Sache. Präsident Gottfried Tröstl hatte mit Schinkels' Nachfolger Markus Schupp seit Februar Gespräche geführt, wie der Deutsche gestern gegenüber der "Krone" bestätigte: "Die Chemie passte schnell, ein spannender Klub mit tollem Umfeld, davon konnte ich mich schon einige Male überzeugen."

Tröstl schaffte es laut eigenen Angaben, alle "Delegierten" in sein Boot zu holen: "Im Hinblick auf die weitere Entwicklung und Zielerreichung des SKN St. Pölten war eine Trennung unumgänglich."

Viel Erfahrung
Schupp bringt jedenfalls viel Erfahrung mit: Meister als Spieler mit Kaiserslautern, Bayern und Sturm, Sportdirektor in Aalen und zuletzt 2014/15 in Kaiserslautern. Seit seiner Zeit bei Sturm lebt die Familie in Graz. Jetzt ist der 51-Jährige der neue starke Mann beim SKN. Noch am Dienstag traf er sich mit Jochen Fallmann, um die Vertragsverlängerung des Trainers abzusegnen. Der übrigens auch sein Wunschkandidat war ...

Hannes Steiner, Kronen Zeitung

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