Mo, 20. November 2017

Video zum Ramadan

31.05.2017 09:13

Weltweit feiern Muslime dieses Friedens-Video

Der Fastenmonat Ramadan ist für gläubige Muslime eine wichtige Tradition. Umso mehr trifft es sie, wenn dieses Hochfest des Islam von Dschihadisten für Anschläge genutzt wird. In Kuwait hat nun ein Telekommunikationsunternehmen eine Werbekampagne gegen den Terrorismus gestartet. "Ehrt Gott mit Liebe und nicht mit Gewalt und Terror", lautet die Botschaft.

Zum Ramadan mehren sich besonders in arabischen Ländern die Anschläge. Muslime gehören laut der Global Terrorism Database zu den häufigsten Opfern islamistischer Angriffe weltweit. Erst am Montag kamen bei Anschlägen in der irakischen Hauptstadt Bagdad 27 Menschen ums Leben, Hunderte wurden verletzt. Blutige Terroranschläge treffen nicht nur Europa, im Nahen und Mittleren Osten gehören sie fast zum Alltag.

Mit einem dreiminütigen Kurzfilm will das Telekommunikationsunternehmen Zain aus Kuwait anlässlich des Fastenmonats Ramadan den Terroropfern weltweit Mut machen und ruft die Muslime auf, gegen den Terror aufzustehen. Seit Freitag wurde das Video auf YouTube bereits mehr als 2,9 Millionen Mal angeschaut. Zu sehen ist ein Dschihadist, der mit einem Sprengstoffgürtel einen Anschlag verüben will. Jedoch stellen sich ihm Menschen an verschiedenen Orten entgegen und plädieren für eine Welt ohne Gewalt und Extremismus. Auch Terroropfer, die Anschläge überlebten, sind in dem Video zu sehen.

Kontroverse um nachgestellte Szene mit Aleppo-Bub
An einer Stelle mimt ein Schauspieler auch den syrischen Buben Omran aus Aleppo, dessen Bild vergangenes Jahr um die Welt ging. Der Bub saß nach einem Bombenangriff, der der syrischen Regierung und ihren Verbündeten angelastet wurde, von Ruß bedeckt und völlig verstört in einem Rettungswagen.

Während viele Nutzer den Werbespot in den sozialen Medien für seine Botschaft lobten, gab es auch Kritik. Mahmud Raslan, der Fotograf der weltbekannten Szene mit Omran, sagte in einem Video, dass er auf Facebook veröffentlichte: "Wir werden es niemandem erlauben, unser Blut oder Kinder in einer kommerziellen Werbung zu benutzen." Auch kritisierte Raslan, dass die Werbung den Eindruck erwecke, Omrans Leid sei durch Dschihadisten entstanden, nicht durch die Regierung des syrischen Machthabers Bashar al-Assad und ihren Verbündeten.

Michaela Braune
Redakteurin
Michaela Braune
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