Fr, 24. November 2017

Trainersuche

30.05.2017 13:00

BVB trennt sich von Tuchel! Kommt jetzt Stöger?

Trotz des DFB-Pokal-Titels hat sich Borussia Dortmund von Trainer Thomas Tuchel getrennt. Die Suche nach einem Nachfolger ist längst im Gange. Und laut einem "WAZ"-Bericht steht auch Peter Stöger auf der Liste.

Thomas Tuchel ist nicht mehr Trainer von Borussia Dortmund. "Ich bin dankbar für zwei schöne, ereignisreiche und aufregende Jahre. Schade, dass es nicht weitergeht", postete der 43-jährige Deutsche auf Twitter. Wenig später bestätigte auch der Klub die Trennung.

Nur drei Tage nach dem Pokalsieg wurde er entlassen. Schon seit Wochen war das Verhältnis mit Klub-Boss Hans-Joachim Watzke zerüttet. Auch von den Spielern wurde Tuchel aufgrund seiner Trainingsmethoden scharf kritisiert. Der 43-jährige Deutsche galt als "Kontroll- Freak" und Perfektionist. Die Führungskräfte von Borussia Dortmund hat er einige Male vor den Kopf gestoßen. Der Vorwurf, nach dem Bombenanschlag auf den Teambus am 11. April zu nachgiebig gegenüber der UEFA gewesen zu sein, brachte das Fass wohl zum Überlaufen.

"Der BVB legt großen Wert auf die Feststellung, dass es sich bei der Ursache der Trennung keinesfalls um eine Meinungsverschiedenheit zwischen zwei Personen handelt. Das Wohl des Vereins Borussia Dortmund, den viel mehr als nur der sportliche Erfolg ausmacht, wird grundsätzlich immer wichtiger sein als Einzelpersonen und mögliche Differenzen zwischen diesen", betonte der BVB in seiner Stellungnahme.

2015 hat Thomas Tuchel den BVB übernommen und war mit einem Punkteschnitt von 2,09 pro Partie der erfolgreichste Trainer beim Pokalsieger. Dortmund beendete die zweite Saison unter Tuchel hinter Meister Bayern München und Aufsteiger RB Leipzig auf Rang drei.

Vertrauensverlust als Grund
Dortmund-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke führte Vertrauensverlust als Grund für die Trennung an. "Wir haben in der gegenwärtigen personellen Konstellation leider keine Grundlage mehr für eine auf Vertrauen ausgelegte und perspektivisch erfolgreiche Zusammenarbeit gesehen", erklärte Watzke in einem über die Vereinsmedien veröffentlichen "Offenen Brief".

Watzke bedankte sich bei Trainer Thomas Tuchel und seinem Team, warb aber ebenso für Verständnis bezüglich der Trennung vom Coach. "Der BVB hatte mit Thomas Tuchel zwei erfolgreiche Jahre, in denen die sportlichen Ziele erreicht wurden. Allerdings haben wir - Michael Zorc als Sportdirektor und ich - uns in dieser Zeit in der Zusammenarbeit mit dem Trainerteam auch aufgerieben", erklärte der Geschäftsführer.

 

"Danke an die Fans, an die Mannschaft, an den Staff und an alle, die uns unterstützt haben. Wünsche dem BVB alles Gute", schrieb der 2015 zu den Dortmundern gestoßene Tuchel in einem weiteren Tweet zum Abschied.

BVB-Verteidiger Marc Bartra, der sich beim Attentat auf den Dortmunder Mannschaftsbus am 11. April einen Bruch der Speiche im rechten Handgelenk zugezogen hatte, bedankte sich auf seinem Twitter-Account bei Tuchel: "Es war ein aufrichtiges Vergnügen Thomas. Ich wünsche dir das Beste!!"

Nagelsmann sagt ab
Jetzt sucht der BVB einen Nachfolger. Hoffenheim-Trainer Julian Nagelsmann hat bereits abgesagt. Auf die Frage, ob er sich den Trainerjob bei Borussia Dortmund vorstellen könnte, antwortete der 29-Jährige: "Das ja - aber nicht jetzt."

Als größter Favorit gilt Lucien Favre. Und der Schweizer, der mit dem OGC sehr erfolgreich ist, zeigt größtes Interesse. Es gibt jedoch einen Haken: Die Franzosen wollen den Trainer nicht ziehen lassen, sein Vertrag läuft bis 2019. Das könnte für Dortmund teuer werden.

Jetzt soll laut "WAZ" und "Focus" auch Peter Stöger im Gespräch sein. Der Wiener erreichte mit Köln die Europa League und hat sich in den letzten Jahren in Deutschland einen Namen gemacht. Allerdings hat der ehemalige Austria-Coach seinen Vertrag bei Köln erst vor wenigen Wochen verlängert. Weitere Kandidaten auf der Wunschliste sind Peter Bosz von Ajax Amsterdam und Niko Kovac.

krone Sport
Redaktion
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