Fr, 15. Dezember 2017

WLAN-Initiative

30.05.2017 09:40

EU will Gratis-Hotspots an 8000 Orten finanzieren

Bürger sollen bald auf Tausenden öffentlichen Plätzen, in Krankenhäusern oder Büchereien über EU-finanzierte Hotspots auf das Internet zugreifen können. Auf Details haben sich Vertreter der EU-Staaten, des EU-Parlaments und der EU-Kommission am Montagabend in Brüssel verständigt. Die Einigung der Unterhändler muss noch offiziell bestätigt werden.

Nach Angaben der EU-Kommission sind sich alle drei Seiten einig, dass 120 Millionen Euro bereitgestellt werden sollen, um in 6000 bis 8000 Gemeinden kostenlose öffentliche Internetzugänge zur Verfügung zu stellen. Letzte Details sollen bis Ende 2017 geklärt sein.

Um den bürokratischen Aufwand möglichst gering zu halten, sollen sich Interessenten wie Gemeinden, Krankenhäuser oder andere öffentliche Orte zum Beispiel für Internet-Gutscheine bewerben können. Diese sollen bis zu 100 Prozent der Anfangskosten abdecken. Wer den Zuschlag bekommt, muss den Hotspot für mindestens drei Jahre zur Verfügung stellen.

Einheitliches Login für ganz Europa
Nutzer sollen sich dabei über ein in ganz Europa einheitliches Login in unterschiedlichen Sprachen mit dem Internet verbinden können. Ihnen darf dabei keine Werbung angezeigt werden, und ihre persönlichen Daten dürfen nicht für kommerzielle Zwecke weiterverwendet werden.

Ziel ist, Hotspots in möglichst vielen unterschiedlichen EU-Ländern einzurichten. Einrichtungen, die sich früher bewerben, sollen aber bessere Chancen haben. Orte, an denen es schon öffentlich oder privat finanzierte Internetzugänge gibt, sind ausgeschlossen.

Die Initiative ist Teil der EU-Strategie für einen digitalen Binnenmarkt. Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker hatte bereits im September dafür geworben, bis 2020 die wichtigsten öffentlichen Orte jedes europäischen Dorfes und jeder Stadt mit kostenlosem WLAN-Internetzugang auszustatten.

 krone.at
Redaktion
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