Fr, 24. November 2017

„Freiraum Gneis“

30.05.2017 08:49

Wohnen an der Alm mit Ärztin und Festungsblick

Die Vorgeschichte ist eine lange: Die Familie Bär verkaufte einen Teil des Grundes an die Salzburg Wohnbau, den zweiten an Daniell Porsche und Architekt Markus Voglreiter. Entstanden sind so 137 Wohnungen in bester Lage, die Siedlung ist autofrei und sogar eine Hausärztin ist für die Bewohner da.

Der Almkanal zieht in der Nähe vorbei, viele Wohnungen haben einen traumhaften Ausblick auf die Festung. Unlängst ging auch der Kreisverkehr an der Berchtesgadener Straße und Nissen-Straße in Betrieb und sorgt für mehr Sicherheit. Die optisch gelungene Wohnanlage wird von der Straße noch mit einem Park getrennt, der noch errichtet wird. Dementsprechend groß war die Freude bei den Bewohnern, die am Montag ihren Schlüssel bei einem Festakt mit versammelter Stadt- und Landespolitik überreicht bekamen. 101 Wohnungen sind geförderte Miet- und Mietkaufwohnungen in allen Größen der Salzburg Wohnbau, 36 sind Eigentumswohnungen für den freien Markt.

Auf 15.000 Quadratmetern entstand das, was ein moderner Wohnbau alles bieten soll: In einem Wohnhaus zieht die Gneiser Hausärztin Dr. Manuela Rehling ein, die am Montag noch an der letzten Einrichtung ihrer nagelneuen Praxis feilte. In zehn Wohnungen ziehen  beeinträchtigte Menschen ein, die vom Diakoniewerk betreut werden, dazu gibt es auch noch eine Seniorenwohngemeinschaft und einen großen Gemeinschaftsraum für Feste, Vorträge und Aktivitäten für alle Bewohner des "Freiraum Gneis". Zwischen den Blocks gibt es ausreichend Grün und mehrere Spielplätze für die Kids. Die Wohnungen sind barrierefrei und gut geschnitten gebaut: "Das ist ein großer Vorteil für mich, sollte der Fall einmal kommen", sagte Hans-Peter Stani. Das junge Paar Andreas und Siri freut sich, dass die Mieten noch leistbar sind: "Günstige Wohnungen sind in Salzburg sehr schwer zu bekommen", meinen die beiden vor der Schlüsselübergabe.

165 Garagenplätze unter der Wohnanlage
Autos sieht man auf dem Areal keine, unter der Erde bietet eine Tiefgarage mit 165 Stellplätzen genügend Raum, Biomassezentralheizungen sorgen für einen umweltfreundlichen Standard. 13 Millionen Euro hat das Projekt gekostet, fünf Millionen Euro förderte das Land Salzburg. Heinrich und Gertraud Bär, die das Grundstück verkauften, erhielten ein Foto der Anlage, das von einer Drohne geschossen wurde: "Im Großen und Ganzen gefällt uns sehr gut, was hier erschaffen wurde", meinen die beiden. Nach dem "Freiraum Gneis" warten nun die nächsten Großwohnprojekte in der Riedenburg, in Lehen und am Areal der Rauch-Mühle auf ihre Fertigstellung.

Michael Pichler, Kronen Zeitung

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