Mi, 22. November 2017

50 Mio. veranschlagt

29.05.2017 06:17

Israel billigt Bau von Seilbahn zur Klagemauer

Die israelische Regierung hat die umstrittenen Pläne für den Bau einer Seilbahn in die Jerusalemer Altstadt gebilligt. Bei einem Sondertreffen an der Klagemauer stimmte das Kabinett von Regierungschef Benjamin Netanyahu am Sonntag der ersten Bauphase der Seilbahn zu, deren Endhaltestelle in der Nähe der Klagemauer liegen soll. Rund 200 Millionen Schekel (50 Millionen Euro) wurden für den Bau veranschlagt.

Die Seilbahn soll von einer Station im Westen Jerusalems 1,4 Kilometer weit in die Altstadt führen und ab dem Jahr 2021 stündlich 3000 Passagiere befördern. Mit dem Kabinettstreffen an der Klagemauer, die zu den heiligsten Stätten des Judentums zählt, erinnerte Israels rechtsgerichtete Regierung an die Eroberung der Jerusalemer Altstadt im Sechstagekrieg vor 50 Jahren.

Israel hatte Ostjerusalem damals besetzt und später annektiert. Dieser Schritt wurde von der internationalen Gemeinschaft nie anerkannt.

Status von Jerusalem als Streitpunkt im Nahostkonflikt
Der Status von Jerusalem zählt zu den größten Streitpunkten im Nahostkonflikt. Die israelische Regierung sieht in Jerusalem die unteilbare Hauptstadt des Landes, die Palästinenser erheben aber Anspruch auf den Ostteil der Staat als Hauptstadt eines zukünftigen Palästinenserstaates.

Infrastrukturprojekte der israelischen Behörden in Ostjerusalem ziehen immer wieder harsche Kritik der Palästinenser wie auch der internationalen Gemeinschaft nach sich. Der Bau der Seilbahn wurde schon seit Jahren diskutiert. Die israelischen Behörden machen geltend, dass die Seilbahn angesichts der vielen Besucher an der Klagemauer den Zugang erleichtern soll.

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