Di, 21. November 2017

Reparaturkosten

29.05.2017 05:51

Mieter warten Monate auf Geld von Wiener Wohnen

Mitte März fiel bei Judith Gründorf der Strom aus. In Absprache mit Wiener Wohnen holte sie einen Notdiensttechniker, der den Sicherungskasten am Gang reparierte. Kosten: 522 Euro. Das Geld musste die Floridsdorferin vorstrecken und die Rechnung einreichen. Bis jetzt wartet sie auf die Rückerstattung des Betrages.

Kein Einzelfall, sondern gängige Praxis. Bei Oskar Turtenwald floss in der ganzen Wohnung kein Wasser ab. Auch er brauchte akut einen Installateur, der fast 500 Euro einkassierte. "Wie kommen Mieter dazu, das Geld vorzustrecken?", wettert der Bezirksrat (WIFF).

Systemumstellung gefordert
Noch dazu: Muss jemand einen Kredit aufnehmen, um den Handwerker bezahlen zu können, erhält er die Kreditkosten nicht ersetzt. Turtenwald fordert eine Systemumstellung: Handwerker sollen sich die Beträge direkt von der Hausverwaltung holen. "Bei unverschuldeten Autoschäden ist das genauso. Die Werkstatt rechnet mit der Versicherung ab, nicht mit dem Autobesitzer."

"Vier bis sechs Wochen ab Übermittlung"
Das Vorfinanzierungssystem habe rechtliche Gründe, erklärt Wiener-Wohnen-Sprecherin Renate Billeth. Weil der Mieter die Reparatur verlasst hat, sei zwischen Handwerker und Mieter ein Vertragsverhältnis entstanden. "Im Regelfall werden aber Arbeiten von Wiener Wohnen beauftragt und bezahlt."

Und wie lange müssen die Betroffenen warten, bis sie das vorgestreckte Geld zurückerhalten? Billeth: "Ab Übermittlung der Originalbelege sollte man mit ca. vier bis sechs Wochen rechnen."

Alex Schönherr, Kronen Zeitung

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