Sa, 18. November 2017

Rassist stach zu

28.05.2017 13:21

USA: Männer kommen Musliminnen zu Hilfe - getötet

Ein einschlägig bekannter Angreifer hat in Portland im US-Bundesstaat Oregon zwei junge Frauen in einem Zug mit anti-islamischen Beleidigungen überzogen - und dann zwei Männer erstochen, die den Frauen beistehen wollten. Einen Tag nach der schrecklichen Tat stand Portland noch immer unter Schock und trauert um seine tragischen Helden.

Laut Medienberichten ist der 35-jährige Jeremy Joseph Christian dafür bekannt, Gedankengut über die Vorherrschaft der weißen Rasse zu verbreiten. So auch am Freitag, als er mit einer S-Bahn-Garnitur fuhr und zwei Frauen, von denen eine voll verschleiert war, in dem Zug lautstark beschimpfte und laut Zeugen rassistisch beleidigte.

"Er schimpfte und schrie verschiedenste Dinge, auch das, was wir als Hassrede bezeichnen", sagte Polizeisprecher Pete Simpson am Samstag. Als andere Passagiere den Frauen zu Hilfe kommen wollten, stach der 35-Jährige zu.

Zwei Männer - der 23-jährige Taliesin Myrddin Namkai Meche und der 53 Jahre Army-Veteran alte Ricky John Best - starben, ein weiterer Fahrgast im Alter von 21 Jahren, Micah Fletcher, wurde schwer verletzt.

Der Angreifer flüchtete nach der Tat, konnte aber später festgenommen werden. Es wird nun untersucht, ob er psychisch krank ist und ob er unter Drogen- oder Alkoholeinfluss stand. Die beiden Frauen sind der Polizei nicht bekannt, sie wurden aufgefordert, sich zu melden.

Die Reaktionen auf das Verbrechen in den sozialen Medien sind enorm.

Bei einer Spendenaktion, die von einem muslimischen Verein ins Leben gerufen wurde, kamen innerhalb weniger Stunden knapp 180.000 Dollar für die Angehörigen der Opfer der Attacke zusammen.

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