Fr, 24. November 2017

F1-Klassiker

27.05.2017 15:03

Kimi Räikkönen sichert sich Pole in Monaco!

Ferrari hat das Ende einer langen Durststrecke vor Augen. Die Scuderia greift am Sonntag ab 14 Uhr nach dem ersten Sieg im Formel-1-Grand-Prix von Monaco seit Michael Schumacher 2001. Beide Ferraris starten aus Reihe eins. Die Pole Position für den Klassiker sicherte sich am Samstag aber nicht WM-Leader Sebastian Vettel, sondern dessen Teamkollege Kimi Räikkönen.

Der Finne verwies Favorit Vettel im Qualifying um 0,043 Sekunden auf Platz zwei. Dritter wurde knapp dahinter Valtteri Bottas im Mercedes vor den beiden Red Bulls von Max Verstappen und Daniel Ricciardo. Einen herben Rückschlag setzte es für Vettels ersten WM-Verfolger Lewis Hamilton. Der Brite, der im Vorjahr für den vierten Mercedes-Sieg in Folge in Monaco gesorgt hatte, schied als 14. bereits in der zweiten von drei Quali-Phasen aus.

Kimi vorsichtig
Die Regentschaft der Silberpfeile im Fürstentum dürfte damit zu Ende gehen. Von den vergangenen 13 Monaco-Grand-Prix wurden zehn aus der Pole Position gewonnen. "Das ist der beste Startplatz natürlich", sagte Räikkönen in gewohnt trockener Manier. "Das garantiert aber nicht, dass es auch im Rennen so läuft." Erstmals in dieser Saison landete der 37-Jährige in der Quali vor Vettel.

Als Räikkönen zuletzt eine Pole Position innehatte, lief noch die Fußball-EM in Österreich und der Schweiz. Es war der Frankreich-Grand-Prix im Juni 2008. Auch der jüngste Sieg des "Iceman" liegt bereits mehr als vier Jahre zurück: der WM-Start 2013 in Australien. In Monaco hat Räikkönen 2005 gewonnen. Vettels bisher einziger Triumph im Fürstentum datiert von 2011.

In der WM hat Vettel nach fünf von 20 Rennen sechs Punkte Vorsprung auf Hamilton. Wirklich glücklich war der Deutsche mit dem zweiten Startplatz nicht: "Das ist mit Sicherheit nicht ganz so gut, wie es hätte sein können." Im Finish war er allerdings in den Verkehr gekommen. Seine letzte schnelle Runde musste er praktisch aus dem Stand anfahren, um nicht auf den am Ende sechstplatzierten Carlos Sainz Jr. im Toro Rosso aufzulaufen.

Schwieriger Kurs
"Es ist schwierig, hier schnell um den Kurs zu kommen", erklärte Räikkönen. Als entscheidender Faktor stellte es sich einmal mehr heraus, die Reifen ins richtige Temperaturfenster zu bringen. Das gelang Ferrari besser als Mercedes. Das dominante Team der vergangenen Jahre hatte schon im freien Training am Donnerstag mit Problemen zu kämpfen. "Das war das Maximum. Ich hoffe, dass im Rennen noch etwas geht", meinte Bottas nach Platz drei.

Barcelona-Sieger Hamilton kam überhaupt nicht auf Touren. Der Brite war in der zweiten Phase auf seine letzte schnelle Runde angewiesen. Weil McLaren-Pilot Stoffel Vandoorne in die Leitschiene krachte, musste er diese abbrechen - das Aus. "Das ist ein ungewöhnliches Gefühl für mich", sagte Hamilton im ORF-Interview. "Das Auto hat unter diesen Bedingungen nicht funktioniert", ergänzte Team-Aufsichtsrat Niki Lauda.

Hamilton-Desaster
Hamilton nimmt das Rennen aller Voraussicht nach von Startplatz 13 aus in Angriff. Völlig überraschend schafften es beide McLaren ins Quali-Finale - neben Vandoorne auch Jenson Button, der wegen dessen Abstechers zum "Indy 500" in die USA Fernando Alonso ersetzt. Der Ex-Weltmeister landete auf Platz neun, wird wegen eines Problems mit dem Honda-Motor aber 15 Startpositionen zurückversetzt.

Mehr möglich war auch für Red Bull. Das österreichisch-englische Team hofft ob der Streckencharakteristik, bei der der PS-Nachteil der Renault-Triebwerke nicht so stark zum Tragen kommt, aber weiterhin auf den dritten Podestplatz der Saison. "Es ist alles sehr knapp. Die Ferrari-Zeiten waren nicht erreichbar, aber der Abstand ist eine Spur zu groß", meinte Motorsport-Berater Helmut Marko. Verstappen fehlten etwas mehr als drei Zehntelsekunden auf Räikkönen.

krone Sport
Redaktion
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