Di, 21. November 2017

Schock nach Drama

26.05.2017 23:26

Pannenhelfer auf A 1 von Auto getötet

"Wir stehen unter Schock. Er war ein wertvoller und hilfsbereiter Mitarbeiter. Der Unfall hätte nicht passieren müssen", ist sich der Senior-Chef des getöteten Pannenhelfers (74) aus Gunskirchen nach dem Drama auf der A 1 sicher. Ein Autolenker hatte, wie berichtet, den Helfer mit voller Wucht gerammt und getötet.

Er wollte nur helfen und bezahlte mit seinem Leben: Am Feiertag klingelte das Handy des 74-jährigen Pensionisten aus Gunskirchen, der im Ruhestand geringfügig bei einem örtlichen Abschleppunternehmen aushalf. Es war ein Auftrag vom ÖAMTC hereingekommen, ein Klein-Lkw sollte auf der A 1 in  Sipbachzell abgeschleppt werden. Der Senior-Chef konnte selbst nicht fahren, bat seinen langjährigen Mitarbeiter, einzuspringen: "Er war wie immer sofort zur Stelle und nahm mir den Auftrag ab.

Todesnachricht per Telefon

"Etwas später meldete sich der ÖAMTC wieder bei mir - dieses Mal mit der furchtbaren Todesnachricht", berichtet Fritz Greinecker.
Der 74-Jährige hatte auf dem Pannenstreifen, wie berichtet, den defekten Fiat schon per Seilwinde auf den Abschleppwagen geladen, als ein 45-jähriger Autolenker aus Gmunden herannahte. Der Pensionist hatte keine Chance, sich rechtzeitig zu retten, wurde von dem Pkw mit voller Wucht gerammt und blieb regungslos auf der Fahrbahn liegen.

Zeuge hörte lauten Knall

Der Lenker des abzuschleppenden Fahrzeugs war gerade hinter dem Lkw, hörte einen lauten Knall und eilte zu Hilfe, doch zu spät - der Ehemann, Vater dreier Töchter und mehrfache Opa konnte nicht mehr gerettet werden. Das Auto des Unfalllenkers wurde für weitere Ermittlungen sichergestellt.

Mehr Rücksicht nehmen

Greinecker: "Der Unfall hätte nicht passieren müssen, es gab gute Sicht. Autolenker sollten in solchen Situationen einfach mehr Rücksicht nehmen."

Jasmin Gaderer

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