Mi, 22. November 2017

Künstlicher Kieberer

26.05.2017 12:15

Dubai stellt menschenähnlichen „Robocop“ in Dienst

Die Polizei im Wüstenemirat Dubai bekommt Verstärkung. Allerdings nicht in Form echter Beamten, sondern in Gestalt eines menschenähnlichen Roboters, der stilecht sogar eine Polizeikappe am Haupt trägt. Er soll Anzeigen aufnehmen, Strafen eintreiben und Infos sammeln. Schon in 13 Jahren soll jeder vierte Polizist in Dubai so ein Roboter sein.

Der Roboter soll zunächst in den Einkaufszentren und bei Touristenattraktionen der schillernden Wüstenmetropole patrouillieren, berichtet die britische TV-Anstalt BBC. Bürger und Touristen sollen per Touchscreen mit ihm interagieren. Der Funktionsumfang umfasst das Aufnehmen von Anzeigen, das Einzahlen von Strafen und die Anzeige von Informationen. Nebenbei soll der Roboter auch Daten für die Verkehrsbehörden in Dubai sammeln.

2030 soll jeder vierte Polizist ein Roboter sein
Geht es nach dem Wüstenemirat, sollen 2030 schon 25 Prozent der Polizeibeamten solche Roboter sein. Khalid Al Razooqi, Generaldirektor für "smarte Services" der lokalen Polizei, beruhigt seine Kollegen aber: "Wir werden unsere Polizisten nicht mit diesem Werkzeug ersetzen. Aber mit der wachsenden Einwohnerzahl in Dubai wollen wir die Polizisten umverteilen, damit sie in den richtigen Gebieten arbeiten und eine sichere Stadt gewährleisten." In jenen Gebieten, in denen reale Polizisten nicht so dringend gebraucht werden, sollen derweil die Roboter übernehmen.

Der Roboter hat nie Dienstschluss
Die Roboter hätten auch für die Bevölkerung Vorteile, glaubt Al Razooqi. "Die meisten Menschen kommen zur Polizeistation oder zum Kundendienst, aber mit diesem Werkzeug können wir die Öffentlichkeit 24 Stunden am Tag, sieben Tage die Woche erreichen." Einschreiten kann der Roboter nicht, wenn er ein Verbrechen entdeckt. Er kann aber Videoaufnahmen live ans Kontrollzentrum senden, wo man dann wiederum eine echte Streife zum Ort des Geschehens schicken kann.

"Robocop" spricht mehrere Sprachen
Ein großer Vorteil des "Robocop": Er spricht mehrere Sprachen. Momentan beherrscht er Arabisch und Englisch, künftig soll er aber auch andere Sprachen wie Russisch, Chinesisch, Französisch oder Spanisch lernen, um sich mit Bürgern und Touristen zu unterhalten. Im von internationalen Touristenströmen frequentierten Dubai kann das ein wirklicher Vorteil sein.

Gebaut wird der Dubaier "Robocop" vom spanischen Hersteller PAL Robotics. Er hat sein menschenähnliches Modell REEM für den Einsatz bei der Polizei modifiziert. Vorgestellt wurde der Roboter kürzlich auf der Sicherheitstechnikmesse Gulf Information Security Expo & Conference.

 krone.at
Redaktion
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