So, 19. November 2017

Einfach peinlich

26.05.2017 07:07

Hier rempelt Trump einen Regierungschef beiseite

Donald Trump lässt wieder einmal kein Fettnäpfchen aus. Nachdem er die NATO-Bündnispartner mit seinen finanziellen Forderungen vor den Kopf gestoßen hatte, fiel der US-Präsident am Donnerstag bei einem Rundgang durch das Hauptquartier des Bündnisses negativ auf. Um besser gesehen zu werden, rempelte er kurzerhand einen Regierungschef beiseite.

Drängeleien kennt man eigentlich eher von Buffets oder Bars. Doch Trump hatte es offenbar auch beim von Medien begleiteten Rundgang durch das NATO-Hauptquartier in Brüssel nötig, in der ersten Reihe zu stehen. Und so schob er kurzerhand ziemlich brüsk Dusko Markovic, den Premierminister von Montenegro, beiseite.

Auf Twitter machte das Video schnell die Runde und sorgte für Spott und Hohn. "Liebes Amerika, das ist dein Präsident. Ich hoffe, ihr geniert euch jetzt so richtig", schrieb eine Userin unter das Video. Harry-Potter-Autorin J.K. Rowling twitterte pikiert: "Du winziger, winziger, winziger Mann."

"Narzisstische Persönlichkeitsstörung"
Andere bezeichnen ihn als "Schläger", "Raufbold" und schlichtweg "unhöflich". "Ohne Zweifel zeigen diese zehn Sekunden alles, was man über Trump und seine narzisstische Persönlichkeitsstörung wissen muss", twitterte ein User aus Großbritannien. "Wie tief kann er noch sinken?", fragte eine andere Userin. Das Video wurde mittlerweile mehr als 1600-mal geteilt, auch die BBC zeigte es in den Nachrichten.

"Die Deutschen sind sehr, sehr böse"
Neben seinen mangelden Manieren sorgte Trump für einen weiteren Eklat, als er Medienberichten zufolge heftige Kritik am deutschen Handelsbilanz-Überschuss übte: Der "Spiegel" zitierte Teilnehmer, die Trump mit den Worten wiedergaben: "Die Deutschen sind böse, sehr böse." Die "Süddeutsche Zeitung" hatte ein ähnliches Zitat. Allerdings gab es offiziell keine Bestätigung.

Der "Spiegel" zitierte Trump weiter laut Teilnehmern mit den Worten: "Schauen Sie sich die Millionen von Autos an, die sie in den USA verkaufen. Fürchterlich. Wir werden das stoppen." Ähnliche Aussagen hatte Trump bereits früher öffentlich gemacht, allerdings mit weniger drastischen Worten. So hatte er bereits in einem "Playboy"-Interview von 1990 Steuern bei der Einfuhr deutscher Autos angeregt.

Michaela Braune
Redakteurin
Michaela Braune
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