Sa, 18. November 2017

Pentagon bestätigt:

25.05.2017 17:27

100 Zivilisten bei US-Angriff in Mossul getötet

Bei einem US-Luftangriff auf den Westteil der irakischen Stadt Mossul sind im März mindestens 105 Zivilisten getötet worden. Das teilte das US-Verteidigungsministerium am Donnerstag nach einer Untersuchung mit. Demnach explodierten bei dem Angriff auf einen Unterschlupf der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat größere Mengen Sprengstoff und brachten das Gebäude, in dem sich auch viele Zivilisten aufhielten, zum Einsturz.

Schon seit Beginn der Offensive auf die vom IS gehaltene Stadt im vergangenen Oktober wuchs das Leiden der Zivilisten täglich. Rund 350.000 Menschen wurden von den Kämpfen vertrieben, Tausende verletzt, Hunderte getötet. Doch die Bombardierung im Westen der Stadt am 17. März dürfte für die Zivilisten die bisher blutigste gewesen sein.

Bereits kurz nach der Tragödie war gemutmaßt worden, dass Sprengstoff an dem verheerenden Ausmaß seinen Anteil gehabt hatte. Es war mitunter vermutet worden, dass der Luftangriff ein mit Sprengstoff beladenes Fahrzeug traf, das eine Kettendetonation auslöste. "Ich bezweifle, dass eine solche große Zerstörung allein das Ergebnis eines Luftangriffs ist", erklärte ein irakischer General.

Tatsächlich sind immer wieder Berichte zu hören, dass die IS-Anhänger Menschen in Häuser sperren und die Gebäude dann für Angriffe auf ihre Gegner nutzen - mit dem Kalkül, dass die Gegenattacken die Zivilisten treffen. Auch die Flucht ist für Zivilisten fast unmöglich, weil IS-Scharfschützen auf jeden zielen, der sich in Sicherheit bringen will.

Härtere Gangart wegen Trump?
Andererseits wird auch für möglich gehalten, dass die US-Regierung unter Präsident Donald Trump die Angriffe verschärft und weniger Rücksicht auf Zivilisten genommen hatte. Der Republikaner hatte schließlich im Wahlkampf ein aggressiveres Vorgehen gegen den IS versprochen. "Ich würde die Scheiße aus ihnen herausbomben", sagte er in einer seiner Reden.

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