Mi, 18. Oktober 2017

"Krone"-Interview

25.05.2017 07:31

Niki Lauda: „Wer da mehr Risiko nimmt, gewinnt“

Rien ne va plus - nichts geht mehr! Die Kugel rollt ab heute im berühmtesten Motorsport-Roulette der Welt: Vor dem Trainingsauftakt der Formel 1 in Monaco sprach der heutige Mercedes-Vorstandsvorsitzende Niki Lauda, der mit seinem Handkuss für Fürstin Grace Kelly nach seinem Sieg 1975 für eine unvergessene Szene im Fürstentum sorgte, im "Krone"-Interview über den extremen Nervenkitzel in den Straßenschluchten.

"Krone": Niki, nach dem Superduell Hamilton - Vettel in Barcelona folgt in Monaco die Mega-Herausforderung für Fahrer, Auto und Team.
Niki Lauda: 80 Prozent macht hier der Fahrer aus. Derjenige, der mehr Risiko nimmt, näher an die Leitplanken heranfährt, der gewinnt.

Wie schwierig ist es, sich auf Monaco einzustellen?
Unglaublich. Du schaust einmal blöd, wenn du mit den heutigen Geräten die Avenue d’Ostende zum Casino hinaufjodelst. Du brauchst vollste Konzentration vom ersten Meter an!

Zählt der Sieg beim Straßenroulette noch immer so viel wie ein WM-Titel?
Natürlich. Monte Carlo ist die größte Herausforderung. Der Sieger kann beruhigt besoffen ins Bett fallen!

Wer wird das heuer sein?
Hamilton, Vettel, auch Bottas, Ricciardo und Verstappen - das sind alles risikofreudige Fahrer. Gerade in Monacos Straßenschluchten gilt: Wer mehr Risiko nimmt, der gewinnt!

In der Konstrukteurs-WM liegt Mercedes acht Punkte vor Ferrari. Wer verlässt die Côte d’Azur als Führender?
Unmöglich vorherzusagen. Unser Auto hat den längsten Radstand. Das kann in den engen Kurven ein Nachteil sein, muss es aber nicht unbedingt. Ich denke auch, dass der Red Bull auf diesem winkeligen Kurs gefährlich sein kann.

Hat man den Bottas-Ausfall in Barcelona analysiert?
Das Problem am Turbolader war eines, das wir noch nicht hatten. So ein Motorschaden ist natürlich ein Rückschlag im Titelkampf.

Im Vorjahr in Malaysia kostete so ein Motorschaden Lewis Hamilton ...
Aber noch ist jetzt nicht aller Tage Abend - es liegen noch 15 Rennen vor uns!

Richard Köck (aus Monte Carlo), Kronen Zeitung

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