Fr, 15. Dezember 2017

Prediger-Ausbildung

23.05.2017 17:07

Wirbel um geplante Imam-Schule

Eine bei der "Austria Linz Islamische Förderation" (ALIF) in der Lunzerstraße vorgesehene Ausbildungsstätte für muslimische Prediger sorgt bei Politikern für Aufregung. Die umstrittene Milli-Görüs-Bewegung soll im Hintergrund die Fäden ziehen - was bestritten wird.

"ALIF ist ein Ableger von Milli Görüs", behauptet Ex-Bundesrat Efgani Dönmez. Er warnt davor, über die Bildungsschiene eine nationalistisch-islamistische Strömung einsickern zu lassen.
"Es braucht in Linz keine private Imam-Schule der ALIF", sagt VP-Vizestadtchef Bernhard Baier. Laut Flächenwidmung sei am geplanten Standort ein Gymnasium gar nicht möglich.
Widerstand kommt auch von FP-Vizebürgermeister Detlef Wimmer: "Eine derartige Imam-Schule hat in Linz nichts verloren, wir wollen das verhindern."  Der Fraktionsvorsitzende der Linzer SPÖ, Stefan Giegler, sieht für die Stadt aber nur geringen Handlungsspielraum.

Privatschulgesetz
Er verweist auf das österreichische Privatschulgesetz, das neben der katholischen Kirche jeder anerkannten Glaubensgemeinschaft die Errichtung und Führung von Privatschulen unter bestimmten Bedingungen erlaubt. Giegler: "Eine Imam-Schule würde demnach einem katholischen Priesterseminar gleichkommen."
Laut Murat Baser, Vorsitzender der Islamischen Religionsgemeinde Linz, sei gar kein Gymnasium geplant: "Es wird nur Fortbildungskurse geben. Uns ist wichtig, dass Imame gut Deutsch sprechen, österreichische Traditionen kennen und den Koran korrekt auslegen."

Jürgen Pachner, Kronen Zeitung

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