So, 19. November 2017

Bedrohte Arten

23.05.2017 17:02

Grüne Inseln als letzte Rettung

Schwanenblume, Braunkehlchen, Smaragdeidechse: Die Liste bedrohter Tier- und Pflanzenarten in der Steiermark ist lang. Und sie wird von Jahr zu Jahr länger! Grund dafür ist in erster Linie der gewaltige Flächenverbrauch des Menschen. Um zu retten, was noch zu retten ist, kauft der steirische Naturschutzbund Grundstücke als wertvolle Überlebensinseln für Flora und Fauna an.

Nimmt die übermäßige Naturraumnutzung kein Ende, werden unsere Enkel Orchideen wohl nur noch in Botanischen Gärten besichtigen können. Hirschkäfer und Spechte in der freien Natur zu erspähen, dürfte dann ebenso zu einem äußerst seltenen Vergnügen werden. 4000 Tier- und Pflanzenarten gelten in Österreich bereits als bedroht, besonders schlecht steht’s um unsere Schmetterlinge: "Rund ein Viertel der in der Steiermark vorkommenden Arten sind stark gefährdet", alarmiert Johannes Gepp, Chef des steirischen Naturschutzbundes, anlässlich der "Woche der Artenvielfalt". Vor allem die intensive landwirtschaftliche Nutzung und der Einsatz von Pestiziden sind Faktoren dafür.

Da auf politischer Ebene nach wie vor viel zu wenig für den Artenschutz getan wird, wendet der Naturschutzbund zusehends mehr Geld für den Kauf von Flächen auf: "Von den Nordhängen des Grimmings bis zu den Murauen im Süden - mittlerweile können wir die Lebensvielfalt auf 500 ökologisch wertvollen Biotopen sichern", so Gepp. Spender - und damit Naturschützer - sind übrigens gefragt wie nie!

Barbara Winkler, Kronen Zeitung

Das könnte Sie auch interessieren
Kommentar schreiben

Sie haben einen themenrelevanten Kommentar? Dann schreiben Sie hier Ihr Storyposting! Sie möchten mit anderen Usern Meinungen austauschen oder länger über ein Thema oder eine Story diskutieren? Dafür steht Ihnen jederzeit unser krone.at-Forum, eines der größten Internetforen Österreichs, zur Verfügung. Sowohl im Forum als auch bei Storypostings bitten wir Sie, unsere AGB und die Netiquette einzuhalten!
Diese Kommentarfunktion wird prä-moderiert. Eingehende Beiträge werden zunächst geprüft und anschließend veröffentlicht.

Kommentar schreiben
500 Zeichen frei
Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Für den Newsletter anmelden