Sa, 18. November 2017

Arsenal ausgehoben

23.05.2017 14:02

Reger Schwarzmarkthandel mit Waffen aufgeflogen

Ein gewaltiges Waffenlager hat die Exekutive im Salzburger Flachgau ausgehoben. Beamte stießen nach einem Hinweis im Zuge einer Hausdurchsuchung auf insgesamt 377 Waffen sowie Waffenteile, mehrere Tausend Schuss Munition und diverses Kriegsmaterial. Der Besitzer - ein 83-jähriger Mann - hatte damit bereits seit längerer Zeit einen regen Handel auf dem Schwarzmarkt betrieben.

Entdeckt wurde das Waffenarsenal bereits am Samstag, wie die Polizei am Dienstag mitteilte. Unter den beschlagnahmten Waffen befinden sich Dutzende Gewehre, 28 Faustfeuerwaffen, mehrere Läufe für Maschinengewehre und zahlreiche Verschlussteile, eine Panzergranate und ein nicht demilitarisiertes Maschinengewehr.

Bei ihnen handelt es sich um bis zu 150 Jahre alte Sammlerstücke, hieß es seitens eines Polizeiexperten. Die Gewehre stammten aus dem Ersten und Zweiten Weltkrieg, auch viele alte Karabiner seien sichergestellt worden. Der Besitzer habe offenbar jahrzehntelang gesammelt.

Entscheidender Hinweis kam aus Bayern
Der 83-jährige Besitzer gab zu, schon längere Zeit illegal Schusswaffen an nicht berechtigte Personen verkauft zu haben, unter anderem nach Deutschland. Und von dort, konkret aus Bayern, kam auch der entscheidende Hinweis. Dort führte das Landeskriminalamt seit einiger Zeit Ermittlungen gegen Personen durch, die Waffen auf dem Schwarzmarkt angekauft hatten.

Als Hauptlieferant entpuppte sich dabei der 83-Jährige aus dem Flachgau. Gegen ihn wurde ein vorläufiges Waffenverbot ausgesprochen. Er wird nach dem Waffengesetz und dem Kriegsmaterialgesetz angezeigt.

Auch drei Abnehmer in Bayern von Polizei festgenommen
Gleichzeitig mit der Hausdurchsuchung in Salzburg erfolgte auch in Bayern ein Zugriff der Behörden. Drei Verdächtige im Alter von 45, 50 und 70 Jahren wurden festgenommen, die beim Flachgauer Waffen bestellt und gekauft hatten. Auch bei ihnen wurden Schusswaffen, Schwarzpulver und mehrere Tausend Schuss Munition sichergestellt. Sie hatten mit den Waffen das einschlägige Sammlermilieu versorgt, so die Polizei.

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