Do, 23. November 2017

Wrabetz:

23.05.2017 12:55

ORF-Umbau könnte sich „um Jahre verzögern“

ORF-Chef Alexander Wrabetz hat am Dienstag einen ernüchternden Status-Report zum Standort-Projekt am Küniglberg abgeliefert. Es bestehe die Gefahr, "dass sich das um Jahre verzögern könnte", berichtete er dem Publikumsrat. Gründe seien vor allem die Blockadehaltung des Bezirks und der Anrainer. Ein "Fass ohne Boden" sei der Umbau aber nicht, versicherte er.

Als es um die Entscheidung pro oder kontra Küniglberg gegangen sei, hätten "der gesamte Bezirk, die Wirtschaft, alle Parteien sinngemäß und sogar wörtlich gesagt, sie werden sich anketten, dass der ORF an diesem Standort bleibt", blickte Wrabetz zurück. Nun gebe es einen einstimmigen Bezirksbeschluss gegen das Projekt "mit fast fadenscheinigen Dingen". Somit rücke auch ein Gemeinderatsbeschluss in weite Ferne. "Es gibt sehr erfahrene Baumanager, die sagen: Wer weiß, ob das überhaupt kommt vor der Wahl. Aber nicht vor der nächsten Nationalratswahl, sondern der nächsten Gemeinderatswahl." Die ist regulär für 2020 angesetzt.

Die "sehr kaufkräftige Klientel als Anrainer" in Hietzing habe zudem drei Anwälte engagiert, "bevor wir überhaupt die Baubewilligung eingereicht haben", und die seien "Verzögerungsexperten", so der ORF-Generaldirektor. "Ich will ihnen nicht mein Arbeitsleid klagen", versicherte er den Publikumsräten. "Die Frage ist aber: Wenn sich das um Jahre verzögern könnte, in welcher Form realisiert man ein Newsroom-Konzept, das für 2020, 2021 geplant war und vielleicht erst 2026 kommt." Immerhin werde der "Kern des Newsrooms" durch die Übersiedlung von ORF Online im Sommer umgesetzt. Die Onliner werden sich eine Etage im mit ORF eins teilen.

Geld werde jedoch nicht "verblasen", beteuerte Wrabetz. Die Renovierung des Hauptgebäudes sei mit "knapp über 60 Millionen Euro" zwar um 15 Prozent teurer geworden, auch, weil man "in manchen Bereichen die Kosten zu niedrig geschätzt" habe. Das sei "bedauerlich", aber "kein Fass ohne Boden".

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Redaktion
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