Do, 14. Dezember 2017

Bewegungsapparat

25.05.2017 13:00

Bei Schulterschmerzen nicht immer operieren!

Etwa jeder dritte Österreicher ist von Schulterschmerzen betroffen. Brüche oder Luxationen durch Sport oder Unfälle passieren schnell. Schuld an den Beschwerden können aber auch Abnützungserscheinungen oder Einengung einer Oberarmkopfsehne sein. Ein operativer Eingriff ist oft nicht nötig.

"In den meisten Fällen starten wir mit einer konservativen Therapie", erklärt Dr. Christof Pirkl, Unfallchirurg am Klinikum Wels-Grieskirchen (OÖ). "Das soll nicht bedeuten, nicht fortschrittlich zu sein, sondern wir arbeiten mit erprobten Methoden, die in vielen Fällen zu denselben Ergebnissen führen können wie eine Operation. Ein chirurgischer Eingriff ist zum Beispiel aber notwendig, wenn die Schulter eines jungen Patienten zu weiterem Ausrenken neigt, nachdem bereits eine Erstluxation durch Begleitschäden erfolgte."

Wer Beschwerden hat, muss geduldig sein. Die Therapien wie entzündungshemmende Medikamente, Infiltration und Physiotherapie können lange dauern. Führen diese Maßnahmen nicht zum gewünschten Erfolg, hilft oft ein kleiner arthroskopischer Eingriff, um Schmerzen und Bewegungseinschränkungen zu beseitigen.

Bei einem Riss der Rotatorenmanschette (vier Sehnen umfassen haubenförmig den Oberarmkopf) wird zum Beispiel folgendermaßen vorgegangen: Patienten über 60 Jahre behandelt man meist ohne chirurgischen Eingriff, bei jüngeren Patienten werden die gerissenen Sehnen arthroskopisch wieder genäht.

Karin Rohrer, Kronenzeitung

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