So, 19. November 2017

Manchester-Attentat

23.05.2017 14:07

„Soldat des Kalifats“: IS bekennt sich zu Anschlag

Nachdem nur wenige Stunden nach dem blutigen Selbstmordattentat im britischen Manchester ein mutmaßliches Bekennervideo aufgetaucht war, hat nun der IS den Anschlag für sich reklamiert. Ein "Soldat des Kalifats" habe seine Bombe in der Menge platziert und dabei 30 "Ungläubige" getötet sowie 70 verletzt, hieß es in einer Mitteilung der IS-Agentur Amaq.

Die Angaben der Polizei von Manchester, es habe sich um ein Selbstmordattentat mit 22 Todesopfern gehandelt, werden vom IS als "falsch" bezeichnet. "Das ist die Rache für die Invasion im Land der Muslime", wird auf die britische Beteiligung am Kampf gegen die IS-Terroristen Bezug genommen. Dann wird Christen mit Anschlägen gedroht: "Was als Nächstes kommt, wird die Anbeter des Kreuzes noch härter treffen."

Zuvor war kurz nach dem Attentat ein Video auf der Online-Plattform LiveLeak veröffentlicht worden. Darin hält ein komplett verhüllter Mann ein Schild hoch, auf dem "Manchester" und das Datum des Anschlags zu sehen sind. "Im Namen Allahs, des Barmherzigen und Dankbaren. Das ist erst der Anfang. Die Löwen des Islamischen Staats Irak und Sham (Region in Syrien, Anm.) werden mit Attacken gegen alle Kreuzritter beginnen", sagt der Mann. Die Botschaft endet mit dem bekannten "Allahu Akbar".

Echtes Bekennervideo oder Fälschung?
Die Echtheit des Videos ist nicht bestätigt. Allerdings ähnelt die Botschaft in Wortwahl und Machart durchaus früheren Bekennervideos des IS. Was an der Echtheit zweifeln lässt, ist die schlechte Qualität sowie die Tatsache, dass das Gesicht des Mannes verhüllt bleibt. Selbstmordattentäter zeigen in Bekennervideos normalerweise ihr Gesicht. Ursprünglich war die Botschaft in einer Gruppe des Messager-Dienstes Telegram veröffentlicht worden. Anhänger der IS-Terroristen feiern die Tat bereits in sozialen Netzwerken, berichtet der "Telegraph".

22 Tote bei feigem Attentat auf Teenager
Bei dem Anschlag nach einem Konzert von Teeniestar Ariana Grande wurden mindestens 22 Menschen getötet, unter ihnen viele Kinder und Jugendliche. 59 weitere seien verletzt worden, sagte Polizeichef Ian Hopkins. Der männliche Einzeltäter sei bei der Explosion ums Leben gekommen, hieß es. Er habe einen Sprengsatz am Körper getragen.

Michaela Braune
Redakteurin
Michaela Braune
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