Fr, 24. November 2017

20-Meter-Sprung

23.05.2017 08:19

Autofahrer rast mit Vollgas in eiskalte Donau

Welcher Teufel einen 33-jährigen Mühlviertler da wohl geritten hat? Mit Vollgas raste er in der Nacht auf Montag mit seinem Wagen oberhalb des Kraftwerks Aschach im oberösterreichischen Bezirk Eferding in die eisige Donau. 20 Meter vom Ufer entfernt schlug der Audi auf und begann zu sinken - durchs Fenster konnte sich der Feldkirchner retten.

Der Schleusenwärter des Kraftwerks beobachtete, wie der Lenker des schwarzen Audi kurz vor 20.30 Uhr bei der Sportplatzzufahrt, die oberhalb der Schleuseneinfahrt zur Donau führt, ankam, die Fenster herunterkurbelte und die Musik laut aufdrehte. Dann gab der 33-jährige Lenker Vollgas und raste mit dem Wagen hinaus, wo die beiden Schleusenkammern durch eine Betonwand geteilt werden.

"Sofort setzte der Schleusenwärter einen Notruf ans Feuerwehrkommando ab", erklärt Markus Unter von der Freiwilligen Feuerwehr Alkoven, die mit Kameraden aus Aschach und Landshaag ausrückten - unter ihnen elf Taucher. Diese waren binnen weniger Minuten vor Ort und machten sich bereit, den Lenker aus dem versunkenen Wrack zu bergen. "Durch die Beschreibung des Schleusenwärters wussten wir ziemlich genau, wo das Auto liegt", sagt Unter.

Wrack in sieben Metern Tiefe
Doch als die Retter eintrafen, war der 33-Jährige aus Feldkirchen an der Donau schon in Sicherheit. Er war nach dem Aufschlag aus dem noch schwimmenden Wagen geklettert und hatte sich mit Unterstützung des Schleusenwärters aus dem eiskalten Wasser gerettet. Der Wagen wurde indes vom Kehrwasser stromaufwärts getrieben und sank. Das Wrack wurde in sieben Metern Tiefe geortet und an Land geholt.

Markus Schütz, Kronen Zeitung

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