Do, 23. November 2017

Feiert Rüstungsdeal

21.05.2017 08:10

Hier „tanzt“ Trump mit einem Schwert in der Hand

US-Präsident Donald Trump hat sich bei seinem Besuch in Riad während eines Empfangs tanzfreudig gezeigt. Der 70-Jährige schloss sich bei traditioneller saudischer Musik mit Trommeln und Gesang am Samstag dem Reigen an und schunkelte lächelnd von einem Bein auf das andere. Dazu schwang er ein zum Tanz gehörendes Schwert in der Luft herum.

Der Tanz fand wohl auch statt, um den riesigen Rüstungsdeal zu feiern, den Trump zum Auftakt seiner erste Auslandsreise als US-Präsident am Samstag mit Saudi-Arabien abschloss. US-Außenminister Rex Tillerson bezeichnete das 110 Milliarden Dollar (98,40 Mrd. Euro) schwere Paket als "eine starke Botschaft an unseren gemeinsamen Feind" Iran. Trump bejubelte Industrieverträge im Umfang von 350 Milliarden Dollar, die "Jobs, Jobs, Jobs" bedeuteten. Die amtliche saudi-arabische Nachrichtenagentur Sana erwähnte 34 Abkommen in so unterschiedlichen Bereichen wie Rüstung, Öl und Luftfahrt.

150 Black-Hawk-Hubschrauber werden in Saudi-Arabien gebaut
Laut Tillerson werden die Vereinbarungen Hunderttausende Jobs in den USA und Saudi-Arabien schaffen. Zu dem Paket gehört die Montage von 150 Black-Hawk-Kampfhubschraubern in Saudi-Arabien. Dieser Sechs-Milliarden-Dollar-Deal soll im Königreich 450 Stellen schaffen. Der einheimische Ölriese Aramco erklärte, es werde auch mit der Unterzeichnung von Abkommen mit US-Unternehmen im Umfang von 50 Milliarden Dollar gerechnet. Auch Exxon, GE, Raytheon, General Dynamics und Dow Chemical gehören zu den Unternehmen mit Vereinbarungen.

"Wende in Beziehungen zwischen USA und arabischer Welt"
Der saudi-arabische Außenminister Adel al-Jubeir sagte, Trumps Besuch markiere den Beginn einer Wende in den Beziehungen zwischen den USA und der arabischen Welt. Am Sonntag hält der US-Präsident in dem Königreich eine mit Spannung erwartete Rede zum Islam und zu seiner Vision einer friedlichen islamischen Welt.

Video: Trump beginnt Auslandsreise in Saudi-Arabien

Besucht auch Israel, Rom, Brüssel und Sizilien
Seine insgesamt neuntägige Reise inmitten von Turbulenzen zu Hause führt den 70-Jährigen auch nach Israel und in die Palästinensergebiete sowie Rom, wo er im Vatikan auch von Papst Franziskus empfangen wird, der NATO-Gipfel in Brüssel und der Gipfel der sieben führenden Industriestaaten (G-7) auf Sizilien. Der rechtspopulistische Immobilienmilliardär ist eigentlich für seine Abneigung gegen lange Reisen bekannt.

Ohne Kopftuch: Großes Aufsehen um Melania und Ivanka
Trumps Ehefrau Melania und seine Tochter Ivanka erregten beim Staatsbesuch gleich großes Aufsehen. Beide Frauen traten in dem ultrakonservativen Königreich am Samstag ohne Kopftuch auf - sowohl bei der Ankunft am Flughafen als auch bei einem späteren Empfang im Königspalast. Der saudische König Salman schüttelte der First Lady nach der Ankunft auch kurz die Hand - was für viele strenggläubige Muslime in Saudi-Arabien ein anstößiges Verhalten sein dürfte.

"Zum ersten Mal sehe ich eine richtige Frau"
Der arabische Begriff "Bint Trump" ("Trumps Tochter") entwickelte sich bei Twitter innerhalb kürzester Zeit zum Top-Hashtag. Vor allem Männer meldeten sich zu Wort und rühmten Ivankas Aussehen. "Wir sollten unsere Beziehungen mit Trump verbessern und seiner Tochter viele Investitionen garantieren, damit sie unser Land häufiger besucht", schrieb der Twitterer Rakan al-Atibi auf Arabisch.

In einem häufig geteilten Video hielt ein Mann in traditioneller saudischer Kleidung, der sich Badr bin Fahd nannte, sogar um die Hand von Ivanka an, die in Saudi-Arabien von ihrem Ehemann Jared Kushner begleitet wurde. Ein anderer Nutzer twitterte: "Zum ersten Mal sehe ich eine richtige Frau." Daneben setzte er zwei Herzen.

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