Do, 14. Dezember 2017

Knapp Tod entronnen

20.05.2017 17:49

13-Jähriger versinkt bis zum Hals in Mais-Silo

Mit knapper Not ist ein 13 Jahre alter Bub am Samstag auf einem Bauernhof in Oberösterreich mit dem Leben davongekommen. Zu verdanken hat er das wohl in erster Linie der Geistesgegenwart seines drei Jahre älteren Bruders. Denn dieser wurde zu seinem Lebensretter, als der Jugendliche bis zum Hals in einem Mais-Silo versank.

Die beiden Brüder halfen am Nachmittag einem befreundeten Landwirt, einen etwa vier mal vier Meter großen Mais-Silo zu reinigen. Dazu wurde der Mais durch eine Öffnung im Boden mit einer Schnecke in einen anderen Silo gefördert. Die Jugendlichen konnten so die Silowände nach und nach von oben nach unten abkehren.

Bruder "hat ihm wohl das Leben gerettet"
Doch gegen 14.45 Uhr versank der jüngere der beiden - vermutlich durch eine Unachtsamkeit - plötzlich bis zum Hals im Mais. "Der andere hat dann versucht seinen Bruder aus dem Mais zu ziehen. Weil ihm das nicht sofort gelungen ist, ist er geistesgegenwärtig hinaus und hat die Förderschnecke mit dem Not-Aus deaktiviert. Er hat ihm dadurch wohl das Leben gerettet", sagte der Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Freiling, Thomas Miesbauer. Der Silo war zu diesem Zeitpunkt noch zu gut einem Drittel mit Mais gefüllt.

Anschließend alarmierte der 16-Jährige den Landwirt - er befand sich zum Unfallzeitpunkt außer Rufweite der Kinder - und stieg zurück in den Silo, um den Kopf seines Bruder vom Mais freizuhalten. Der Bauer verständigte die Feuerwehr, schnitt mit einer Flex ein Loch in den Silo und half dann dem Jugendlichen, seinen Bruder - so gut es ging - freizuschaufeln. Dies gelang aber erst mit Unterstützung der Freiwilligen Feuerwehren Oftering und Freiling.

"Er war ansprechbar, aber schwach und komplett verstaubt"
Für die Bergung des Burschen mussten sich Höhenretter der Feuerwehr Axberg sechs bis acht Meter in den Silo abseilen. "Wir haben dann die verunfallte Person und die Helfer gesichert und mit Windelhosen gerettet", sagte Höhenretter Gerald Seemayr. Der Verunfallte sei während der Bergung immer bei Bewusstsein gewesen.

"Er war ansprechbar, aber schwach und komplett verstaubt. Er hat auch nicht über Schmerzen geklagt", sagte Feuerwehrkommandant Miesbauer nach der Bergung. Der 13-Jährige wurde zur weiteren Untersuchung mit dem Rettungshubschrauber "C 10" in den Med Campus III nach Linz geflogen.

 krone.at
Redaktion
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