Do, 23. November 2017

Flavia Solva neu:

20.05.2017 16:08

Den Römern auf der Spur

Flavia Solva war die erste Hauptstadt der Steiermark. Seit 1877 forschen Archäologen an der ehemaligen Römersiedlung im heutigen Wagna. Ab Mittwoch kann man sich an der neu gestalteten Ausgrabungsstätte auf die Spur der Römer begeben.

"Erst im 17. Jahrhundert gab es in der Steiermark mit Graz wieder eine Stadt von vergleichbarer Größe wie Flavia Solva", erklärt Karl Peitler, der Chef-Archäologe des Universalmuseum Joanneum. Bis zu 10.000 Menschen lebten hier in der Römerzeit, deren Spuren noch heute in der Erde rund um Wagna vergraben liegen.

Grabungen seit 1877
Im Jahr 1877 begann Walter Schmid, einer der Vorgänger von Peitler, dort mit archäologischen Grabungen: "Schon davor hatten Bauern immer wieder Schätze gefunden", weiß er. Zahlreiche Grabsteine wurden etwa in der Grazer Burg oder auf Schloss Seggau verbaut.

Bessere Vermittlung
Für die Landesausstellung 2004 wurde über einem Teil der Ausgrabungen bei Wagna ein Gebäude mit Glasboden gebaut. Bis 2011 wurde es als Museum geführt, ehe Sparmaßnahmen zur Schließung führten. Seit 2012 ist es als "umgehbare Vitrine" geöffnet. "Einige Besucher haben sich alleine nicht zurechtgefunden, also wollten wir unsere Vermittlungsarbeit verbessern", erklärt Peitler die Neugestaltung, die bis Mittwoch abgeschlossen sein wird.

Neue Spuren
Unter dem Motto "Den Römern auf der Spur" werden etwa auf dem Freigelände neue Info-Tafeln aufgestellt, die auch den nahe gelegenen Frauenberg als religiöses Zentrum der einstigen Siedlung in den Fokus nehmen: "Wer die Römerzeit in der Steiermark verstehen will, für den ist Flavia Solva ja nur der Startpunkt - Frauenberg, Seggau, Archäologiemuseum in Graz sind weitere Stationen", unterstreicht Peitler die Kooperation mit Partnermuseen in der ganzen Region.

Schaufenster zu den Römern
In neu gestalteten Schaufenstern sind ab sofort auch jene Fundstücke zu sehen, die beim Bau einer Billa-Filiale vor einiger Zeit freigelegt wurden und dank einer Spende des Rewe-Konzerns aufbereitet werden konnten. "Insgesamt haben wir 1800 Kisten mit Material aus Flavia Solva in unserer Sammlung. Sie alle aufzuarbeiten ist eine Aufgabe für die Zukunft", so Peitler. Mit der neu gestalteten Ausgrabungsstätte in Wagna hofft er, die Menschen dafür begeistern zu können.

Infos dazu finden Sie hier

Christoph Hartner
Christoph Hartner
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