Mi, 18. Oktober 2017

Ähnliche Strategie

20.05.2017 07:28

Rapid und Sturm: Suche nach „Talente-Manager“

So groß die Rivalität zwischen Rapid (oben im Video sehen Sie die Pleite im Hit gegen Salzburg am vergangenen Liga-Wochenende) und Sturm Graz in der Bundesliga auch sein mag - im Nachwuchs setzen beide Vereine künftig auf eine ähnliche Strategie. Die Wiener und die Steirer stehen kurz vor der Schaffung eines neuen Postens, dessen Bezeichnung wahlweise "Talente-Manager" oder "Personal Coach" lautet.

Dabei geht es vor allem um eine optimale Betreuung jener klubeigenen Nachwuchsspieler, die den Sprung in die Kampfmannschaft unmittelbar im Visier haben. "Ich möchte einen Anwalt für unsere größten Talente", kündigte Sport-Geschäftsführer Fredy Bickel an und ergänzte, er habe bereits mit "zwei, drei Kandidaten" gesprochen. Das Präsidium sei über dieses Vorhaben informiert. Eine offizielle Absegnung des Projekts ist noch nicht erfolgt, sollte aber nur Formsache sein.

Die Stellenbeschreibung sieht vor, dass sich der neue Klubmitarbeiter um die Entwicklung der jungen Hoffnungsträger kümmert, sowohl im sportlichen als auch im persönlichen Bereich. "Ich habe schon bei Young Boys Bern einen 'Talente-Manager' eingeführt, mittlerweile ist dieser Posten in die Schweizer Lizenzierungsbestimmungen aufgenommen worden", erzählte Bickel.

Der künftige Rapid-Verantwortliche für diesen Bereich wird also den persönlichen Kontakt zu den betreffenden Spielern suchen und mit ihnen auch individuelle Trainingseinheiten abhalten. In diesem Zusammenhang wird er in engem Kontakt mit den Betreuern der Kampfmannschaft beziehungsweise der Amateure und der Nachwuchs-Teams stehen.

Kreissl nennt Wunschkandidat
Ein ähnliches Anforderungsprofil für diesen Posten gibt es auch bei Sturm Graz, wie Sport-Geschäftsführer Günter Kreissl bestätigte. "Er soll 'Personal Coach' auch außerhalb des Platzes, etwa in Ernährungsfragen, sein, ein Entwicklungscoach im sportlichen Bereich und auch ein Assistent der Geschäftsführung Sport", sagte der 43-Jährige.

Sein Wunschkandidat ist Ex-Sturm-Profi Günter Neukirchner, dessen neuer Aufgabenbereich soll laut Kreissl in ein bis zwei Wochen endgültig fixiert sein. Bisher arbeitete der Ex-Teamspieler als Co-Trainer von Markus Schopp bei den Sturm Amateuren. Schopp verlässt den Verein allerdings mit Saisonende, weil es Auffassungsunterschiede mit Kreissl bezüglich der künftigen Ausrichtung der zweiten "Blackys"-Mannschaft gibt.

Schopp wollte die besten Sturm-Nachwuchskicker in seinem Team haben, das vier Runden vor Schluss in der Regionalliga Mitte an elfter Stelle liegt. Kreissl hingegen plant, jene Spieler, die kurz vor dem Platz in der Kampfmannschaft stehen, an Vereine in der höchsten oder zweithöchsten Spielklasse zu verleihen. "Damit sie viel Spielpraxis auf einem hohen Level erhalten", erklärte der Sport-Geschäftsführer.

krone Sport
Redaktion
krone Sport
Das könnte Sie auch interessieren
Kommentar schreiben

Sie haben einen themenrelevanten Kommentar? Dann schreiben Sie hier Ihr Storyposting! Sie möchten mit anderen Usern Meinungen austauschen oder länger über ein Thema oder eine Story diskutieren? Dafür steht Ihnen jederzeit unser krone.at-Forum, eines der größten Internetforen Österreichs, zur Verfügung. Sowohl im Forum als auch bei Storypostings bitten wir Sie, unsere AGB und die Netiquette einzuhalten!
Diese Kommentarfunktion wird prä-moderiert. Eingehende Beiträge werden zunächst geprüft und anschließend veröffentlicht.

Kommentar schreiben
500 Zeichen frei
Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).