Do, 14. Dezember 2017

Erste Rundreise

19.05.2017 16:50

Donald Trump besucht nun die Welt

"Trump reist nicht gern. Er hat Angst vor Bazillen, verträgt den Zeitunterschied schlecht, und exotisches Essen ist ihm ein Graus." So begründet ein US-Journalist in Washington den späten Termin von Präsident Donald Trumps erster großer Auslandsreise. Die erste Station ist demonstrativ Saudi-Arabien.

Angeschlagen von den schweren innenpolitischen Turbulenzen startet Trump seine Weltreise: neun Tage, fünf Länder, drei Heimstätten von Weltreligionen. Auf den US-Präsidenten warten auf der Weltbühne Dutzende Staatschefs, ein Papst und jede Menge Fettnäpfchen. Die Erwartungen an Trump sind niedrig, vielmehr ist den Gastgebern bange vor Lust und Launen des Präsidenten. Man rechnet mit "Überraschungen".

Niemand weiß, was Trump will und wofür er steht. Die Welt nannte er im Wahlkampf "ein einziges Schlamassel". Dem US-Präsidenten wurde von allen Mitarbeitern eingebläut, sich peinlich genau an die vorbereiteten Redetexte zu halten. Trump hat im Wahlkampf die islamische Religion beleidigt. Jetzt will er eine große Versöhnungsrede halten. Trump wird in Saudi-Arabien geschätzt wegen seiner Iran-kritischen Äußerungen.

Selbst Israel ist verunsichert
Trump hat sich im Wahlkampf "zu 150 Prozent" hinter Israel gestellt. Davon ist er überraschend abgewichen. Jetzt will er besser als alle Präsidenten vor ihm einen Nahostfrieden erreichen.

Trump ließ im Wahlkampf verbreiten, der Papst stehe hinter ihm. Das kann sich Franziskus aber nicht vorstellen. Bei dem NATO-Treffen am kommenden Donnerstag ist die Redezeit für alle vorsichtshalber auf zwei Minuten beschränkt worden. Trump hatte während des Wahlkampfs die NATO als "unnötig und überholt" in Grund und Boden kritisiert. Die Rundreise wird abgeschlossen mit dem G7-Gipfel auf Sizilien.

Lieblingsspeise Steak, well done, mit Ketchup
Das Weiße Haus hat alle Gastgeber wissen lassen, dass der Präsident nur vertraute Hausmannskost schätzt - am liebsten Steaks, well done, mit Ketchup. Trumps Leib-Ideologen im Weißen Haus wollen mit dieser Reise keine Abkehr von "America first" erkennen. Sie sei vielmehr ein Teil der "amerikanischen Wiederauferstehung". Sicherheitsberater General Herbert McMaster: "America first bedeutet nicht Amerika allein."

Kronen Zeitung

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