Do, 19. Oktober 2017

Nahe Nordkorea

19.05.2017 12:43

Chinesen fangen US-Aufklärungsflugzeug ab

Inmitten der Spannungen um Nordkorea ist es zu einem Luftzwischenfall zwischen China und den USA über dem Ostchinesischen Meer gekommen. US-Angaben zufolge haben zwei chinesische Kampfjets ein Aufklärungsflugzeug der Amerikaner auf "unprofessionelle Weise" abgefangen. Das US-Pazifikkommando sprach von einem "Routineflug". Peking kritisierte, dass Schiffe und Flugzeuge der US-Streitkräfte schon längere Zeit nahe der chinesischen Grenze unterwegs seien. Nicht unbedingt zur Beruhigung der äußerst angspannten Situation wird wohl auch die Verlegung eines weiteren Flugzeugträgers in koreanische Gewässer beitragen.

US-Beamte berichteten gegenüber dem Nachrichtensender CNN, die Jets russischer Bauart vom Typ Suchoi Su-30 seien bis auf 45 Meter an das Aufklärungsflugzeug des Typs WC-135 Constant Phoenix herangeflogen. Eines sei sogar über Kopf direkt über der US-Maschine geflogen.

Peking warnt Washington vor "Fehlentscheidungen"
Die chinesische Regierung wollte sich nicht näher zum Zwischenfall äußern, betonte aber, dass die US-Manöver nahe dem chinesischen Hoheitsgebiet "leicht zu Missverständnissen und Fehlentscheidungen führen könnten".

Zwei US-Flugzeugträger wollen vor Nordkoreas Küste üben
Neben intensivierteren Aufklärungsflügen verstärkt die US-Regierung auch die Flottenpräsenz vor Nordkoreas Küste weiter. Nach neuen Raketentests durch das Regime in Pjöngjang hatten die USA als Demonstration der Stärke Ende April zum zweiten Mal in diesem Jahr die USS Carl Vinson in die Region entsandt. Nun gesellt sich die USS Ronald Reagan dazu, die beiden Flugzeugträger sollen demnächst gemeinsame Übungen im Westpazifik abhalten. Auf längere Sicht soll die Ronald Reagan, deren Heimathafen Yokosuka in Japan ist, die Carl Vinson in der Region ablösen, berichtete CNN unter Berufung auf Beamte des US-Verteidigungsministeriums.

Gabor Agardi
Redakteur
Gabor Agardi
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