Do, 14. Dezember 2017

Armbruch mit Folgen

19.05.2017 09:19

Amputation als sehnlichster Wunsch

Die Leidensgeschichte von Maria Brandstätter aus Thiersee begann vor sechs Jahren. Bei einem Sturz von ihrem Pferd brach sie sich den linken Oberarm. Komplikationen beim Heilungsprozess sorgen dafür, dass die 25-Jährige nach wie vor unausstehliche Schmerzen hat. Sie will sich nun ihren Arm amputieren lassen.

Nach dem folgenschweren Sturz im Jahre 2011 wurde die 25-Jährige sofort am linken Oberarm operiert. Doch nach der Operation brachen plötzlich die implantierte Platte sowie der Draht am Ellbogen durch die Haut durch und die Wunde begann zu eitern. Hinzu kam ein multiresistenter Keim, der seither für eine chronische Infektion des Knochenmarks verantwortlich ist.

Komplikationen beim Heilungsprozess

In der Folge standen zwölf Operationen bei Spezialisten von Tirol bis Wien an. Beim letzten Eingriff wurde sogar eine Knochentransplantation mit Antibiotika durchgeführt. Doch die gesamten Antibiotikatherapien zeigten ebenfalls keine Verbesserung, die junge Frau leidet nach wie vor an einer offenen und eitrigen Wunde mit einer Fistel am linken Ellbogen, die bis zum Knochen reicht.

50.000 Euro Behandlungskosten in sechs Jahren

"Ich habe Dauerschmerzen, die mittlerweile nicht mal mehr mit Morphium in Schach gehalten werden können", sagt Brandstätter. Und natürlich spielt auch das Geld eine große Rolle. "Im Zuge der vergangenen sechs Jahre kamen Behandlungskosten in der Höhe von 50.000 € zusammen, welche dankenswerterweise meine Eltern übernommen haben", erzählt die Unterländerin.

"Ich kann nicht mehr"

Mindestens acht bis zehn weitere Eingriffe wären zukünftig nötig. "Doch das macht mein Körper nicht mehr mit. Ich wiege nur noch 45 Kilogramm, meine Leber ist durch die unzähligen Medikamente schwer angegriffen und ich empfinde meinen tauben Arm als behindernd", sagt sie. Daher hat die 25-Jährige nach reiflicher Überlegung einen Entschluss gefasst: Sie will sich den Arm ab der Schulter amputieren lassen. "Es muss endlich etwas passieren und daher suche ich einen Facharzt, der mir diesen Wunsch erfüllen wird", verdeutlicht Brandstätter.

Benefiz-Veranstaltung im Tattoo-Studio

Unterstützung bekommt die tapfere Frau nicht nur von ihren Eltern, ihrem Freund und ihren drei Shetland-Ponys, sondern auch von Tätowierer Peter Palfy. Er organisiert heute die Benefiz-Veranstaltung "Sterne für Maria" in seinem Studio in Kufstein. Jeder kann sich einen kleinen Stern um 20 Euro tätowieren lassen. Außerdem hat ihre Familie ein Spendenkonto unter dem Namen "Hilfe für Maria" eingerichtet. Die Details lauten: IBAN AT29 3633 9000 0006 4196.

Hubert Berger, Kronen Zeitung

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