Sa, 25. November 2017

Duell um Platz 2

19.05.2017 09:37

ÖVP durch Kurz-Turbo mit Abstand an der Spitze

Außenminister Sebastian Kurz hat mit seinem Vorgehen bei der ÖVP einen ordentlichen Turbo gezündet. Laut einer brandaktuellen Umfrage steht die "ÖVP Neu" mit Abstand an der Spitze, SPÖ-Chef Christian Kern und FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache müssen sich um Platz zwei matchen, die Grünen stürzen ab. Bleibt nur abzuwarten, ob die Begeisterung der Österreicher über den neuen ÖVP-Chef und seine Pläne bis zu den vorgezogenen Neuwahlen im Oktober anhält.

"Wäre am Sonntag Nationalratswahl, welche Partei würden Sie wählen?", lautet die allseits bekannte Sonntagsfrage, die Unique Research im Auftrag von "Heute" von 15. bis 18. Mai 800 Österreichern stellte. Das Ergebnis: Die ÖVP bzw. die "Liste Sebastian Kurz - die neue Volkspartei" käme mit ihrem neuen Chef auf 33 Prozent - die Schwankungsbreite liegt allerdings bei 3,5 Prozentpunkten. SPÖ und FPÖ würden mit sieben Prozentpunkten Abstand auf je 26 Prozent landen.

Grüne bei nächster Wahl nur noch einstellig
Alarmierend das Ergebnis für die Grünen: Nur noch acht Prozent wollen für die sich derzeit auf Führungssuche befindende Partei stimmen - was ein Minus von mehr als vier Prozentpunkten wäre. Und da die Umfrage zum Großteil vor dem überraschenden Rücktritt von Grünen-Chefin Eva Glawischnig durchgeführt wurde, könnte das Ergebnis im Oktober noch katastrophaler ausfallen.

Video: Glawischnig geht "aus gesundheitlichen Gründen"

Die NEOS müssen mit fünf Prozent um den Wiedereinzug in den Nationalrat zittern, das Team Stronach "liefert keine messbaren Werte mehr", wie es zur Umfrage heißt. Allerdings merkte Unique Research auch an, dass die Wählerschaft "aufgrund der Geschehnisse in den letzten Tagen äußerst beweglich", der Rücktritt Glawischnigs "in der Feldarbeit nicht erfasst" sei.

ÖVP löst nach Langem FPÖ von Umfragespitze ab
Im heurigen Jänner war die ÖVP bei der Sonntagsfrage übrigens noch bei 19 Prozent gelegen, während die SPÖ 29 Prozent gewählt hätten. Hier wäre der klare Sieger die FPÖ gewesen: 32 Prozent hätten damals den Freiheitlichen ihre Stimme gegeben, die ihren Höhepunkt allerdings im September 2016 mit 35 Prozent hatten.

Die Grünen hatten ihren Höhepunkt demnach Mitte 2015: 15 Prozent wollten damals noch für Glawischnig stimmen. Die NEOS lagen im September 2014 auf zehn Prozent, seitdem ging es für sie nach unten.

Würde der Bundeskanzler direkt gewählt, hieße er Sebastian Kurz
Könnten die Österreicher den Bundeskanzler direkt wählen, würde sich der neue ÖVP-Chef auch hier durchsetzen. Allerdings wäre der Abstand nicht ganz so groß: 31 Prozent würden für Kurz stimmen, 29 Prozent für Kern und 15 Prozent für Strache. In der Kanzlerfrage scheint freilich auch noch Glawischnig als Gegenkandidatin auf.

Heike Reinthaller-Rindler
Chefin vom Dienst
Heike Reinthaller-Rindler
Das könnte Sie auch interessieren
Kommentar schreiben

Liebe Leserin, lieber Leser,

die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team

Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Für den Newsletter anmelden