Sa, 25. November 2017

Grüner Parteiwirbel

19.05.2017 08:04

Männliche Konkurrenz für Maria Buchmayr

Der Rücktritt der grünen Frontfrau Eva Glawischnig lässt in Oberösterreich jetzt die delikate und vor allem heikle Frage aufkommen: Wer hat bei der Ökopartei im Land ob der Enns eigentlich das Sagen?

Rein formell ist die Sache klar: An der Spitze der Grünen in Oberösterreich steht seit Mai 2013 die Landtagsabgeordnete Maria Buchmayr. Das Problem dabei: Recht bekannt ist die Politikerin, die sechs Jahre lang im Linzer Gemeinderat saß, ehe sie ein Mandat im Landtag bekam, nicht. Viel mehr sind zwei Männer das Gesicht nach Außen. Die Rede ist einerseits von Landesrat Rudi Anschober, andererseits von Klubobmann Gottfried Hirz. Geht es um gewichtige Fragen in der Landes- oder Bundespolitik, ist ihre Meinung gefragt. Böse Zungen behaupten ja, dass es ohne Anschober die Grünen in OÖ nicht mehr geben würde - was auch  zeigt, dass Anschober der wahre Parteichef ist. Immerhin wurde die "Marke Anschober" über Jahre kontinuierlich aufgebaut. Was auch immer im Interesse des Landesrats war.

Stefan Kaineder und Severin Mayr als Zukunftshoffnungen
Alles in allem läuft es auch bei den Landes-Grünen nicht rund. Und wie schaut’s mit dem Nachwuchs aus? Da muss man den Namen Severin Mayr nennen. Der junge Grüne tigert sich in Themen hinein, hat bei allem, was er sagt, hohe Fachkenntnis. Und dann wäre da noch  Stefan Kaineder. Er brilliert im Landtag mit seiner geschliffenen Rhetorik - und er hat einen Zug zum Tor, wie Parteifreunde im vertraulichen "Krone"-Gespräch erzählten. Wird er einmal Parteichef? Gut möglich. 2013 war er der einzige Gegenkandidat von Maria Buchmayr...

Robert Loy, Kronen Zeitung

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