Mo, 20. November 2017

Um positiv zu feiern

19.05.2017 06:55

Gütesiegel für die Zeltfeste

Spaß für alle statt Alkoholexzesse. Das Image der Vereine heraus heben statt völlige Abstürze und Schlägereien. Im Pinzgau wird heuer erstmals ein Gütesiegel für Feste verliehen, die sich an gewisse Regeln halten. Jugendschutz steht dabei ganz oben auf der Liste. Das Interesse ist groß, es geht dabei um mehr als Suchtprävention.

Es geht wieder los mit den Dorffesten, Vereinsfeiern und Jubiläen, die in Salzburg groß und gern gefeiert werden. Das gehört zu uns wie Mozart und die Berge. Das viel zitierte Komasaufen, Schlägereien und andere Abstürze hinterlassen aber einen bitteren Nachgeschmack, mit dem weder Veranstalter noch Besucher Freude haben. Eine gestaffelte SperrstundeIm Pinzgau hat man nun "zehn Gebote" erstellt, die zu einem gelungen "Feier-Fest" für alle beitragen sollen. "Da geht es um die Einhaltung des Jugendschutzes beim Einlass und an der Bar.

Aber auch darum, im Laufe des Abends Höhepunkte zu setzen und eine gestaffelte Sperrstunde, die Musik leiser drehen, den Ausschank einschränken, die Leute langsam nach Hause verabschieden", beschreiben Gerald Brandtner und Johannes Schindlegger einige Eckpunkte. Die beiden haben mit der "Arbeitsgruppe Suchtprävention" von "akzente" Salzburg das Gütesiegel aus der Taufe gehoben, Vorbild war Deutschland. "Wir wissen, dass die Maßnahmen funktionieren. Zum Beispiel hat die Trachtenmusikkapelle Piesendorf im vergangenen Sommer Jubiläum gefeiert. Da hat vieles schon gegriffen, nachdem wir die Veranstalter gecoacht haben. Auch ein Vorteil für den jeweiligen Verein, der sein positives Image pflegen und heraus heben kann", so Brandtner und Schindlegger.

Einfache "Tricks" funktionieren
Das Interesse für das neue Gütesiegel ist jetzt schon groß. "Zum Beispiel will es das Zeller Seefest unbedingt haben, engagiert sich dafür sehr", weiß Schindlegger, der selbst aus Bruck kommt und genau weiß, wie im Pinzgau die Leute "ticken". Der erhobene Zeigefinger wirkt nur selten, positive Auswirkungen heraus zu heben, geht hingegen auf. Vier bis fünf Gütesiegel wollen die Verantwortlichen heuer schon vergeben. Da steht einem schönen Festsommer nichts mehr im Wege.

Melanie Hutter, Kronen Zeitung

Das könnte Sie auch interessieren
Kommentar schreiben

Sie haben einen themenrelevanten Kommentar? Dann schreiben Sie hier Ihr Storyposting! Sie möchten mit anderen Usern Meinungen austauschen oder länger über ein Thema oder eine Story diskutieren? Dafür steht Ihnen jederzeit unser krone.at-Forum, eines der größten Internetforen Österreichs, zur Verfügung. Sowohl im Forum als auch bei Storypostings bitten wir Sie, unsere AGB und die Netiquette einzuhalten!
Diese Kommentarfunktion wird prä-moderiert. Eingehende Beiträge werden zunächst geprüft und anschließend veröffentlicht.

Kommentar schreiben
500 Zeichen frei
Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Für den Newsletter anmelden