Fr, 25. Mai 2018

Große Suchaktion

18.05.2017 16:07

Vermisster Bub (9) lief Rettern davon

Da sorgte ein neunjähriger Bub im Innviertel für gehörige Aufregung und eine große Suchaktion: Der Schüler war beim Radfahren verschwunden, flüchtete dann sogar vor einem Suchtrupp und war schließlich die ganze Nacht über in einem Wald verschollen. Erst in den Morgenstunden wurde er gefunden: völlig unversehrt.

"Wir wissen nicht, was in den Buben gefahren ist", hieß es nach dem glücklichen Ausgang des Vermisstenfalles. Ein neunjähriger Schüler aus Brunnenthal im Bezirk Schärding war Mittwochnachmittag um 16 Uhr mit dem Rad weg gefahren, aber nicht mehr nach Hause gekommen. Um 18 Uhr informierte deshalb sein Vater die Polizeiinspektion Schärding - aber erst als er um 20.30 Uhr Abgängigkeitsanzeige erstattete, wurde eine Suche gestartet.

Suche in der Nacht abgebrochen

Polizeistreifen mit Diensthund sowie Feuerwehrleute suchten nach dem Buben, der zuletzt beim zwei Kilometer vom Elternhaus entfernten Sportplatz von Zeugen gesehen worden war. Als Einsatzkräfte auftauchten, lief der Neunjährige in einen nahen Wald, konnte trotz intensiver Suche nicht gefunden werden, worauf die Aktion um 23.30 Uhr abgebrochen wurde.

"Hab´ im Wald geschlafen!"

Beim Einsetzen der Dämmerung wurde die Suche wieder aufgenommen - und der vermisste Bub um 5.50 Uhr früh unweit der Volksschule Brunnenthal von einer Polizeistreife aufgegriffen. Er war völlig unversehrt und meinte nur vage, er hätte im Wald unweit des Sportplatzes übernachtet. Einen Grund für sein Ausreißen oder die Flucht vor dem Suchtrupp nannte der Bub allerdings nicht.

Der Neunjährige wurde von der Polizei der erleichterten Mutter übergeben.

Johann Haginger, Kronen-Zeitung

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