Do, 23. November 2017

WhatsApp-Übernahme

18.05.2017 09:33

EU brummt Facebook 110-Millionen-Euro-Strafe auf

Wegen falscher Angaben bei der Übernahme von WhatsApp hat die EU-Kommission Facebook zur Zahlung einer 110-Millionen-Euro-Strafe verdonnert. Dies teilte die Brüsseler Behörde am Donnerstag mit. Die Höhe der Geldstrafe begründete Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager mit der abschreckenden Wirkung für falsche Angaben bei Verfahren zur Fusionskontrolle.

Facebook hatte nach Angaben der Kommission bei der Anmeldung der Übernahme des Messenger-Dienstes 2014 erklärt, dass es nicht zuverlässig möglich sein werde, einen automatischen Datenabgleich zwischen den Benutzerkonten beider Dienste einzurichten. Im August 2016 hatte Facebook jedoch angekündigt, künftig die Telefonnummern von WhatsApp-Nutzern mit Facebook-Profilen zu verknüpfen.

Die Brüsseler Behörde sah sich deshalb getäuscht und ortete eine Verletzung der EU-Fusionskontrollverordnung. Facebook hatte die Vorwürfe stets zurückgewiesen: "Wir haben stets korrekte Informationen über unsere technischen Möglichkeiten und Pläne zur Verfügung gestellt", hatte ein Sprecher noch im vergangenen Dezember gesagt.

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