Do, 23. November 2017

„Geilomobil löschen“

17.05.2017 15:57

Kurz-Gag: „Guardian“ fällt auf „Tagespresse“ rein

Dem heimischen Satiremagazin "Tagespresse" sind schon viele Personen und ausländische Medien auf den Leim gegangen - nun ist die renommierte britische Tageszeitung "Guardian" in die Satire-Falle getappt: In einer Story über Neo-ÖVP-Chef Sebastian Kurz zitierte sie Grußworte aus einer angeblichen Nachricht von Kurz an Google: "xxx hugs & kisses Outside minister Sebi."

Die "Tagespresse" ließ in ihrem Satire-Artikel verlauten, dass Kurz die damalige JVP-Kampagne rund um das "Geilomobil" so unangenehm sei, dass er die Suchmaschine Google um Entfernen der Suchergebnisse dazu (Recht auf Vergessen) gebeten habe.

Der Absatz aus dem betreffenden Artikel im Satiremagazin lautet: "'Bitte bitte liebe Google-Leute, mir ist das sowas von peinlich LOL xD', heißt es aus dem Antrag, welcher der Tagespresse vorliegt. 'Damals wars ja irgendwie witzig. Aber stellts euch vor, irgendwer findet das heut und checkt, dass ich das bin. Ich würd im Boden versinken! Am besten wär, wenn niemand je erfährt, dass ich das war.'"

Artikel korrigiert, dennoch Häme auf Twitter
Der "Guardian" nahm diesen "Bericht" für bare Münze. Die Zeitung berichtete über den vermeintlichen Löschantrag an Google und zitierte sogar die - in holprigem Englisch - verfasste Grußformel "xxx hugs & kisses Outside minister Sebi". Mittlerweile wurde die entsprechende Textstelle vom britischen Qualitätsblatt gelöscht.

Die "Tagespresse" freute sich über Twitter, dass sie der "Guardian" zitierte:

Die Schadenfreude des Satiremagazins war so groß, dass sie dem renommierten britischen Blatt sogar einen eigenen Artikel widmete. Titel: Die wichtigsten Guardian-Storys aller Zeiten.

Bereits viele prominente Opfer der "Tagespresse"
Der "Guardian" ist nicht das erste Opfer, das Artikeln des Satiremagazins auf den Leim gegangen ist. Auch die Ex-Frau von Karl Habsburg-Lothringen, dem Enkel des letzten Kaisers von Österreich-Ungarn, Francesca Habsburg, und der Nachrichtensender n-tv hielten dortige Beiträge für echte Nachrichten.

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Redaktion
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