Sa, 25. November 2017

Debatte nach Unfall

17.05.2017 14:12

Ohne Pannenstreifen klappt Rettungsgasse nicht

Zahlreiche Feuerwehr-Tankwagen waren dringend gefragt, als Dienstag auf der A13 ein Gefahrengut-Lkw lichterloh brannte (die "Krone" berichtete). Das Problem: Von Innsbruck kommende Einsatzfahrzeuge steckten im Stau fest - keine Rettungsgasse weit und breit. Doch an der Ignoranz der Autofahrer lag es nicht . . .

"Wir mussten gemeinsam mit den Feuerwehren Völs und Kematen die Anfahrt abbrechen da es im Stau kein Weiterkommen mehr gab", lautet der relativ neutrale Eintrag auf der Facebook-Seite der Feuerwehr Zirl. In den Kommentaren schoss man sich sofort auf die Autolenker ein, das Fehlen der Rettungsgasse wurde als "Frechheit" gesehen, der Führerscheinentzug und horrende Strafen gefordert.

Umgedreht, weil kein Durchkommen

Feuerwehrmann Florian Prosch steckte selbst im Stau fest und relativiert: "Es war für die Autolenker einfach kein Platz da um für uns auszuweichen. Beim Zenzenhof haben wir dann umgedreht, zum Glück waren schon genügend andere Tankwagen vor Ort."

Autofahrer ohne Chance genug Platz zu machen

Josef Fink, Kommandant der Autobahnpolizei Schönberg, kennt die Situation aus seiner täglichen Arbeit. Er bestätigt die Sicht der Florianijünger: "An besagter Stelle gibt es drei Fahrspuren ohne Pannenstreifen, alles war mit Fahrzeugen voll. Eine Rettungsgasse zu bilden ist fast unmöglich."

Zusätzlich Baustelle mit nur zwei Fahrspuren

Erschwerend: Kurz vor der Europabrücke existiert derzeit eine Baustelle mit nur zwei Fahrbahnen pro Richtung: "Die rechte Spur ist 3,25 Meter breit, die linke 2,75 Meter - an dieser Stelle hätte der Verkehr ohnehin gestockt", so Fink.Prinzipiell, so der erfahrene Autobahn-Polizist, funktoniere die Rettungsgasse recht gut. Etwa auf der Inntalautobahn mit durchgängigem Pannenstreifen.

Andreas Moser, Kronen Zeitung

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