Mo, 11. Dezember 2017

Südkoreas Präsident:

17.05.2017 12:51

"Krieg gegen Nordkorea ist sehr wahrscheinlich"

Wenige Tage nach dem jüngsten Raketentest in Nordkorea, bei dem laut ausländischen Militärexperten ein Geschoss mit der bisher längsten Reichweite aus dem Arsenal von Diktator Kim Jong Un getestet worden war, hat der südkoreanische Präsident Moon Jae In eine militärische Auseinandersetzung mit dem Nachbarland als wahrscheinlich bezeichnet. Das Präsidialamt zitierte am Mittwoch den neuen Staatschef Südkoreas mit den Worten: "Die Realität sieht so aus, dass es eine hohe Wahrscheinlichkeit für einen militärischen Konflikt an der Demarkationslinie gibt."

Das Atomwaffen- und Raketenprogramm des nördlichen Nachbarn sei in jüngster Zeit schnell vorangekommen. Südkorea sei aber bereit und in der Lage, bei einem Angriff Nordkoreas zurückzuschlagen. Kurz zuvor hatte die südkoreanische Regierung erklärt, sie wolle den Dialog mit dem Norden wieder in Gang bringen und entsprechende Kanäle reaktivieren. Es sieht ganz nach einer Doppelstrategie aus Sanktionen und Dialog aus, die die Regierung in Seoul fährt.

Russland und China verstärken Truppen an Grenzen
Dass die Sorge vor einem Krieg auf der Koreanischen Halbinsel tatsächlich steigt, lässt sich auch an den jüngsten Truppenbewegungen entlang der chinesisch-nordkoreanischen und der russisch-nordkoreanischen Grenze ablesen. Sowohl Russland als auch die Volksrepublik haben im April ihre Kontingente massiv aufgestockt. Damit rüsten sich die beiden Staaten auf mögliche Flüchtlingsbewegungen im Fall eine militärischen Eskalation.

Putin ruft zu Ende der "Einschüchterung" Nordkoreas auf
Russlands Präsident Wladimir Putin bezeichnete den jüngsten Raketentest Nordkoreas als "kontraproduktiv und gefährlich", rief aber zugleich zu einem Ende der "Einschüchterung" des abgeschotteten kommunistischen Landes auf. Mit diesen Aussagen zielte Putin vor allem auf die Muskelspiele der USA vor der nordkoreanischen Küste. Dort ist neben einem Flugzeugträger mittlerweile auch ein Atom-U-Boot stationiert.

"Wir lehnen die Ausweitung des Klubs der Atommächte kategorisch ab", sagte Putin am Montag in Peking. Er fügte jedoch hinzu, dass "wir aufhören müssen, Nordkorea einzuschüchtern". Es müsse eine "friedliche Lösung für dieses Problem" gefunden werden.

Nordkorea hatte Sonntagfrüh zum zweiten Mal binnen zwei Wochen eine ballistische Rakete abgefeuert und damit erneut seine Nachbarländer und die USA provoziert. Das russische Verteidigungsministerium erklärte, die Rakete sei 500 Kilometer von der Landesgrenze entfernt niedergegangen und habe keine Bedrohung dargestellt.

 krone.at
Redaktion
krone.at
Das könnte Sie auch interessieren
Kommentar schreiben

Sie haben einen themenrelevanten Kommentar? Dann schreiben Sie hier Ihr Storyposting! Sie möchten mit anderen Usern Meinungen austauschen oder länger über ein Thema oder eine Story diskutieren? Dafür steht Ihnen jederzeit unser krone.at-Forum, eines der größten Internetforen Österreichs, zur Verfügung. Sowohl im Forum als auch bei Storypostings bitten wir Sie, unsere AGB und die Netiquette einzuhalten!
Diese Kommentarfunktion wird prä-moderiert. Eingehende Beiträge werden zunächst geprüft und anschließend veröffentlicht.

Kommentar schreiben
500 Zeichen frei
Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Für den Newsletter anmelden