So, 19. November 2017

Mit Hörl in Rio

17.05.2017 11:09

WM-Zug ist für Huber wohl abgefahren

Von 28. Juli bis 6. August steigt auf der Wiener Donauinsel die Beachvolleyball-WM in Wien - 48 Herren-Teams werden mit dabei sein, fehlen wird aber wohl der Klagenfurter Xandi Huber mit Partner Lorenz Petutschnig. Auf eine Anfrage beim Verband bekam das Duo die Antwort, dass es keine sportlichen Kriterien für die Vergabe der zwei Wildcards gibt. Die Teams vom Stützpunkt in Wien bekommen den Vorzug.

Die zwei Beachvolleyball-Teams Doppler/Horst und Kunert/Dressler haben ihre Tickets für die Heim-WM in Wien wegen der Punkte so gut wie fix - der österreichische Verband darf jedoch noch zwei Wildcards fürs Spektakel vergeben. Für diese kommt der Klagenfurter Olympia-Neunte von Rio, Xandi Huber, mit Neo-Partner "Lo" Petutschnig aber wohl nicht in Frage. "Mir wurde mitgeteilt, dass es keine sportlichen Kriterien gibt - die Teams vom Stützpunkt in Wien werden bevorzugt."

Das heißt: Der Veldener Robin Seidl mit Tobi Winter sowie die Talente Moritz Pristauz und Martin Ermacora erhalten bei der Vergabe der Wildcards den Vorzug. Egal, welche Ergebnisse noch eingefahren werden. Huber: "Fair ist das nicht - zu Beginn des Jahres hieß es, dass jeder die gleichen Chancen hat." Nun gab es nach einer Diskussion per Mail gar keine Rückmeldung mehr vom österreichischen Verband.

Nach diesem Rückschlag wird Petutschnig beim Mittwoch startenden 4*-Turnier in Rio de Janeiro geschont. Er soll seine Schulterprobleme auskurieren - Huber tritt mit Julian Hörl (Sbg) an: "Er ist athletisch top, das könnte passen." Die beiden müssen aber in die Quali - wie Seidl mit Winter. Das Duo hat auf der Crowdfunding-Plattform "I believe in you" ein Projekt laufen und sucht nach Unterstützern. Dafür gibt’s Gegenleistungen wie signierte Shirts.

Marcel Santner, Kärntner Krone

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